Krimineller Schlepperring
Zehn Verdächtige festgenommen

Rund 15 Millionen Euro soll ein kriminelles Schleppernetzwerk in den letzten zehn Jahren verdient haben. Insgesamt wurden rund 10.000 Menschen von Istanbul nach Europa geschleust. Drei Verdächtige sind noch flüchtig.
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WienEin Ring von Schleppern soll in den vergangenen zehn Jahren 10 000 Menschen nach Europa geschleust und so geschätzte 15 Millionen Euro kassiert haben. Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) teilte am Montag mit, dass zehn Verdächtige im Laufe des Jahres festgenommen worden seien. Drei Mitglieder der Bande aus der Türkei seien noch flüchtig. Die Schlepperorganisationen würden mittlerweile Gewinne einstreichen, die „weit über das Volumen der Suchtkriminalität hinausgehen“, sagte Sobotka.

Die Behörden in Österreich würden die internationale Vernetzung bei der Bekämpfung von Schlepperei und Menschenhandel weiter vorantreiben. „Kein Schlepper soll sich künftig noch sicher fühlen. Wir sind ihnen auf den Fersen“, so Sobotka.

Die drei flüchtigen Mitglieder der Schlepperorganisation im Alter von 30, 48 und 50 Jahren sollen von Istanbul aus die Fahrten nach Europa organisiert haben. Die aus Syrien, Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan stammenden Flüchtlinge hatten laut Behörden in der Türkei zwischen 5000 und 8000 Euro an Schlepperentgelt gezahlt. Sie seien in Fahrzeuge oder Kleinbusse gepfercht und unter menschenunwürdigen Umständen bis zu fünf Stunden ohne Unterbrechung transportiert worden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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