Landesweite Aktion
US-Mütter stillen aus Protest auf Flughäfen

Mit einer öffentlichen Still-Aktion auf mehreren US-Flughäfen haben Mütter gegen den Verweis einer Stillenden aus einem Flugzeug protestiert. Die Frau war von einer Stewardess aus der Maschine geworfen worden, weil sie sich geweigert hatte, sich mit einer Decke beim Stillen zu verstecken.

HB BOSTON. Die protestierenden Mütter zeigten am Dienstag Plakate mit Aufschriften wie „Die beste Bord-Mahlzeit aller Zeiten“, „Seien Sie nicht laktose-intolerant“ oder „Brüste sind nicht nur da, um Autos zu verkaufen“. Dutzende Frauen stillten ihre Babys auf Flughäfen unter anderem in Boston, Las Vegas, Nashville und Albuquerque.

„Es geht darum, das Bewusstsein zu schärfen für die Sexualisierung der weiblichen Brust in unserer Gesellschaft“, sagte die 31-jährige Chelsea Clark, die ihren neun Wochen alten Sohn auf dem Flughafen von Burlington im Staat Vermont stillte. „Stillen muss überall und jederzeit unterstützt werden. Babys verstehen das Wort „warte' nicht.“

Die 30-jährige Susan Parker, die auf einem Flughafen nahe Hartford in Connecticut an der Still-Aktion teilnahm, sagte: „Was wir tun, ist das normalste der Welt, und uns sollte erlaubt sein, es öffentlich zu tun ohne aus einem Flugzeug geworfen zu werden, ohne gesagt zu bekommen, wir sollten uns auf die Toilette zurückziehen.“

Auslöser der Protestaktion war der Verweis einer stillenden Mutter aus einem Flugzeug der Freedom Airlines am 13. Oktober. Diese hatte an Bord einer Maschine von Burlington nach New York vor dem Start ihre einjährige Tochter gestillt, nachdem der Flug drei Stunden Verspätung hatte. Die Frau weigerte sich, der Aufforderung einer Stewardess nachzukommen, ihre Brust mit einer Decke zu verhüllen. Sie musste zusammen mit Mann und Kind das Flugzeug verlassen. Der Fall löste bei Frauenrechtlerinnen in den USA einen Sturm der Empörung aus. Die Fluggesellschaft leitete später Disziplinarmaßnahmen gegen die Stewardess ein.

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