Landwirtschaftsministerium warnt
Waldbrandgefahr steigt auch in Deutschland

Hitze und Trockenheit lassen auch in Deutschland die Gefahr von Waldbränden steigen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin appellierte deshalb am Dienstag an alle Waldbesucher, die Vorschriften zur Verhütung von Bränden jetzt besonders sorgfältig zu beachten. So ist es von März bis Oktober verboten, im Wald sowie auf Moor- und Heideflächen zu rauchen oder offenes Feuer zu entzünden.

HB/dpa BERLIN. Alexander Müller, Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, sagte, eine große Zahl von Feuern werde durch Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit verursacht: „Eine leichtfertig weggeworfene Zigarettenkippe, eine vergessene Glasflasche, die wie ein Brennglas wirkt, oder ein nicht sachgemäß gelöschtes Grillfeuer können bei diesen Temperaturen und der langen Trockenheit schnell verheerende Auswirkungen haben.“ Auch sehr heiße Katalysatoren von Autos könnten auf trockenem Waldboden oder trockenen Wiesen einen Brand verursachen.

In reinen Nadelwäldern und auf Sandböden sei die Gefahr besonders groß. Weniger gefährdet seien artenreiche Mischbestände, die Feuchtigkeit besser speichern können. Deshalb setze das Ministerium auf eine naturnahe Waldwirtschaft. Dies sei umso wichtiger, weil wir uns „langfristig auf den von Klimaforschern angekündigten Klimawandel und zunehmende Witterungsextreme einstellen müssen.“

Während im nassen Jahr 2002 im Bundesgebiet nur 513 Waldbrände registriert wurden, sind im ersten Halbjahr 2003 schon mehr als 500 Brände gemeldet worden. Allein in Brandenburg wurden in diesem Jahr schon mehr als 300 Brände verzeichnet.

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