Leipzig
Bürger halten Mahnwache für Irak-Geiseln

Bei der 20. Mahnwache für die im Irak entführten Leipziger Ingenieure René Bräunlich (32) und Thomas Nitzschke (28) haben am Donnerstag rund 200 Teilnehmer erneut die Freilassung der beiden gefordert.

HB LEIPZIG. Bei einer Schweigeminute gedachten sie der beiden seit zweieinhalb Monaten entführten Geiseln. Pfarrer Christian Führer sprach von einem „traurigen Rekord“ und nannte die unverminderte Teilnahme der Angehörigen, Kollegen und Freunde einen „erstaunlich bedenkenswerten Vorgang“. An den ersten Mahnwachen nahmen noch 500 Menschen teil.

Der Arbeitgeber der beiden Techniker, Cryotec-Chef Peter Bienert, beklagte einen mangelnden Informationsfluss aus dem Auswärtigen Amt und sprach von Unruhe unter den Kollegen. Auf Plakaten hieß es: „Sind die Entführten im Irak schon vergessen?“ und „Was unternimmt die Regierung für die Freilassung?“. Die Angehörigen vertrat Ingeborg Bräunlich, die Mutter der älteren Geisel.

Die Mahnwachen sollen auch weiterhin montags und donnerstags um 18.00 Uhr stattfinden, sagte Pfarrer Führer. „So lange, bis beide frei sind.“

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