London
Flughafen Heathrow nach „Dreamliner“-Zwischenfall wieder geöffnet

Ein Feuer an Bord eines leeren Boeing „Dreamliners“ hat den Flugverkehr in London Heathrow vorübergehend zum Erliegen gebracht. Für die Passagiere bedeutet das ein Verkehrschaos - für Boeing weitere Sorgen.
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LondonZwei Zwischenfälle mit einem Dreamliner bringen das neue Paradepferd des Airbus-Rivalen Boeing wieder in die Negativschlagzeilen. Auf dem Londoner Flughafen Heathrow fing am Freitag eine Boeing 787 der äthiopischen Fluggesellschaft aus ungeklärter Ursache Feuer. Wenig später teilte der Reiseveranstalter TUI mit, eine 787 seiner Tochter Thomson Airways sei wegen technischer Probleme aus Sicherheitsgründen umgekehrt. Die US-Luftfahrtbehörde nahm Kontakt zum Hersteller auf, dessen Aktienkurs an der Wall Street kräftig Federn lassen musste.

Die beiden Zwischenfälle hatten nichts miteinander zu tun. Wegen des Feuers in Heathrow mussten die beiden Startbahnen des Großflughafens vorübergehend geschlossen werden, wie eine Sprecherin der Betreibergesellschaft mitteilte. Die Boeing 787 der Ethiopian Airlines sei auf einer Parkposition in Brand geraten, die weit von Terminals entfernt sei. Passagiere waren nicht an Bord der Maschine. Die Airline erklärte, das Flugzeug habe mehr als acht Stunden auf einer Parkposition gestanden, ehe der Brand entdeckt worden sei.

Die Boeing 787 von Thomson Airways war auf dem Weg von Manchester nach Sandford im US-Bundesstaat Florida, als technische Probleme auftraten. Die Maschine sei deshalb nach Manchester zurückgekehrt, wo ihre Triebwerke überprüft würden, teilte die TUI-Tochter mit.

Die Aktien des Airbus-Rivalen verloren an der Wall Street 6,7 Prozent. Es war der größte Tagesverlust eines Einzelwert seit August 2011. Auch Zulieferer wie Honeywell und Rockwell Collins tendierten ins Minus.

Vor einigen Monaten hatten alle Dreamliner vorübergehend Flugverbot erhalten, nachdem eine Batterie an Bord Feuer fing und eine weitere in einem Flieger während des Flugs schmolz. Ob auch das Feuer in Heathrow durch Batterieprobleme verursacht wurde, stand zunächst nicht fest.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " London: Flughafen Heathrow nach „Dreamliner“-Zwischenfall wieder geöffnet"

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  • Auf Leute deines Niveaus lasse ich mich nicht ein.
    Mach erst mal das Abitur nach !

  • Finger weg von Carbon-Fliegern!

    Boeing hat jetzt mindestens schon 5x Feuer in seinen Dreamlinern gehabt und es ist wirklich nur ein Wunder, dass bisher keine Passagiere zu Schaden gekommen sind.

    Die Kritik der Fachleute wurde bisher offensichtlich von Boeing und Airbus ignoriert, denn der Dreamliner brennt genauso gut wie adere Kunststoffflugzeuge und es ist bisher ein Rästel, weshalb hier solche Carbon-Werkstoffe überhaupt für die Druckkabinen zugelassen werden!

    Boing mal jetzt zeigen, wie einfach und schnell sich das alles reparieren läßt.
    - oder ist das Flugzeug jetzt schon schrottreif?

  • Vollpfosten, jupie, könnte es sein, daß das PB das Bild inzwischen ausgetauscht hat.

    Ist nicht das erste Mal, wie auch bei Überschriften usw.

    Du hohler Auftragsschreiber von diesem PB.

    Zu blöd selbst das zu merken ... wohl noch Eierschalen hinter den Ohren, oder was???

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