Loveparade-Unglück
Eine Katastrophe, für die niemand verantwortlich sein will

Die Loveparade in Duisburg sollte eine einzige große Party werden. Doch der Tag endete in einer Katastrophe. 21 Menschen starben, Hunderte wurden verletzt, zahlreiche Besucher sind bis heute traumatisiert – und die Organisatoren schieben sich noch immer gegenseitig die Schuld zu. Ein Rückblick auf eine Katastrophe, für die niemand verantwortlich sein will.

HB DUISBURG. Vier Monate sind seit der Loveparade-Katastrophe in Duisburg nun vergangen. Doch zahlreiche Teilnehmer leiden weiter unter erheblichen Spätfolgen. „60 bis 70 Prozent der Menschen, die zu den Treffen kommen oder zu denen ich telefonisch Kontakt habe, sind traumatisiert“, sagte Jürgen Hagemann, Vorsitzender des Betroffenen- Vereins „Massenpanik Selbsthilfe“ am Freitag in Duisburg.

Viele Traumatisierte benötigten ärztliche Behandlung. Bei der Kostenübernahme gebe es zum Teil Probleme mit den Krankenversicherungen, sagte Hagemann. Psychisch belastete Jugendliche hätten auch Probleme, Lebensversicherungen abzuschließen, weil die Gesellschaften ihnen die Aufnahme verweigerten. „Über solche Spätfolgen denkt kaum jemand nach.“

Etwa 100 Menschen haben sich nach Hagemanns...

 
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