Machtspiele in Cuba
Zigarren, Rum und Politik

Zu Kuba haben wir sicherlich die unterschiedlichsten Assoziationen. Fast jeder aber wird bei Kuba an Zigarren denken – die legendären Havannas, die in aller Welt berühmt sind. Und natürlich an Rum. Sie bilden die zentralen Elemente im gleichnamigen Spiel „Cuba“.

DÜSSELDORF. Vieles gibt es, das uns in Kuba fasziniert. Die Sonne, die alten Autos, den entspannten Lebensstil, Fidel Castro. Viel zu viel, um es in ein Spiel zu packen. Michael Rieneck und Stefan Stadler haben sich deshalb nur auf einige Aspekte konzentriert, die den Mittelpunkt ihres Gesellschaftsspiels „Cuba“ bilden. Es sind mehr als genug, denn schon mit ihnen wird Cuba zu einer recht komplexen Angelegenheit.

Cuba, das ist ein wildes Sammelsurium aus Plantagen, Märkten, Häfen und natürlich dem Capitolio, dem Regierungssitz in Cuba. Unsere Aufgabe ist es, als Plantagenbesitzer so viele Waren wie möglich zu produzieren und zu verschiffen. So weit so einfach. Doch um Waren zu produzieren, zu verschiffen, auf dem Markt zu tauschen, und unsere Plantage auszubauen, brauchen wir die Hilfe verschiedener Mitarbeiter und Gönner.

Da ist beispielsweise der Arbeiter, der Rohstoffe von den Feldern erntet, oder der Vorarbeiter, der es ermöglicht, die Waren einzulagern oder unsere Produktion anzuwerfen. Da ist der Architekt, ohne den wir erst gar kein Gebäude errichten können, und die Händlerin, die uns Zugang zum Markt und somit zu neuen Rohstoffen verschafft. Da ist aber auch der Bürgermeister ohne dessen Hilfe keine Ware auf ein Schiff kommt. In sechs Runden setzen wir die verschiedenen Charaktere ein, die uns helfen, unsere Plantage auszubauen und den Warenkreislauf zu optimieren.

Verschiedenste Gebäude eröffnen reichhaltige Ausbaumöglichkeiten, die unsere Plantage effektiver machen, gleichzeitig aber auch wertvolle Felder blockieren. Ärger bringen die ständig neuen Gesetze, die uns in jeder Runde Steuern und Abgaben auferlegen, Rohstoffe rationieren oder unseren politischen Einfluss begrenzen. Letztlich wird gewinnen, wer seine Plantage mit Weitsicht beiwrtschaftet, gewieft am Markt handelt und gleichzeitig die Politik nicht aus den Augen verliert.

Cuba – das ist viel von allem. Vielleicht etwas zu viel, denn es ist fast unmöglich, in diesem hoch komplexen Spiel den Überblick zu behalten. Allein schon die Ausbaumöglichkeiten mit Hilfe der Gebäude sind so reichhaltig, dass es eine Kunst ist, seine Plantage optimal zu nutzen. Rieneck und Stadler in diesem Spiel so viele Ideen verwirklicht, dass es uns fast schon erschlägt.

Gleichzeitig vermittelt Cuba beim Spielen ein tolles Gefühl. Es ist nicht nur reich ausgestattet, sondern auch sehr stimmig aufgebaut. Die kunstvolle Grafik von Michael Menzel verstärkt das gute Gefühl noch. Sicher, Cuba ist für Vielspieler gemacht, vielleicht wird es aber noch weitere Interessierte begeistern können. Es lohnt.

CubaEggert-Spiele

2 - 5 Spieler ab 12 Jahren
ca. 120 Min
ca. 38 Euro

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