Mehr als 3 Milliarden Dollar geben Amerikaner für den Gruselfeiertag aus
„Haunted Houses“ spuken in den USA

Bäume und Hecken verschwinden unter künstlichen Spinnweben. Kürbisse mit Furcht erregenden Fratzen bewachen die Hauseingänge. Nicht nur zu Weihnachten sind die Amerikaner Profis was Kitsch und Deko anbetrifft. Auch an Halloween beweisen Gruselfans ihren leidenschaftlichen Hang zur Übertreibung. San Franciso gilt als die Hochburg der "Horrorhäuser".

HB SAN FRANCISCO. Heather Losee ist auf den Ansturm von Hexen, Vampiren und Geistern bestens vorbereitet. Über 1200 Kinder wagten sich im vergangenen Jahr an Halloween an Särgen mit Knochen und Eingeweiden vorbei die Treppe zu ihrem Haus in San Francisco hoch. Als „Belohnung“ wartete dort ein gruselig ausgestopftes Monster, dass mit blutigen Händen Süßigkeiten verteilte. Die 56 Jahre alte Krankenschwester hat schon für 75 Dollar säckeweise Bonbons gekauft. Die Knochen und Gedärme für die Horror-Dekoration werden morgens an Halloween vom Metzger frisch besorgt. Dann wird auch die Nachbarschaft für den Verkehr abgesperrt und von Geisterhand verzaubert. Fast jedes Haus entlang der steilen Belvedere-Straße in dem viktorianischen Wohnviertel wird in der Dämmerung des 31. Oktober zum „Haunted House“.

„Sogar Erwachsene springen vor Schreck in die Luft“, freut sich Boyd Charette mit einem hämischen Grinsen. Seit mehr als zehn Jahren verwandelt der Elektroingenieur seine Garage in einen computergesteuerten Grusel-Friedhof mit Spezialeffekten wie aus einem Horrorfilm. Aus dichten Nebelschwaden tauchen Geister auf, Skelette schweben an Drähten durch die Luft und schrille, klassische Musik raubt den letzten Nerv. Nach jahrelanger Tüftelarbeit bastele er die Show jetzt in einem Tag zusammen, erklärt der Halloween-Fan. Die langen Schlangen schreiender Zuschauer, die geduldig für das Horror- Schauspiel anstehen, machten die Arbeit jedes Mal wett.

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