Mehr als 30 Tote
Schlimmster Amoklauf in der US-Geschichte

Beim bislang blutigsten Amoklauf in der Geschichte der USA hat ein Todeschütze nach Angaben der Behörden mehr als 30 Menschen getötet. Die meisten seiner Opfer auf dem Gelände der Technischen Universität des US-Bundesstaates Virginia sind Studenten.

HB BLACKSBURG. Unter den Toten ist auch der Schütze. Unklar war, ob er von der Polizei getötet wurde oder ob er sich selbst das Leben nahm. Die Polizei hatte zunächst von mehr als 20 Opfern gesprochen. Es handle sich vermutlich um einen Einzeltäter. Über die Identität des Täters und die Motive wurde zunächst nichts bekannt. „Das ist eine Tragödie von monumentalen Ausmaßen“, sagte der Rektor der Hochschule, Charles Steger. CNN berichtete, mindestens 20 Menschen seien zudem verletzt worden.

Der Polizei und der Universitätsleitung zufolge begann das Blutbad am Morgen um 7.15 Uhr (Ortszeit) in einem Studentenwohnheim auf dem Campus in Blacksburg. Zu dieser Zeit sei ein Notruf bei der Polizei eingegangen. In dem Wohnheim habe man dann einen der Toten entdeckt. Zwei Stunden später, während die Beamten noch mit ihren Untersuchungen beschäftigt waren, seien Schüsse aus einem anderen Gebäude mit Vorlesungssälen gemeldet worden. Dort seien die übrigen Menschen getötet und verletzt worden.

Wie die Polizei andeutete, begann der Täter anscheinend während einer laufenden Vorlesung zu feuern. Auf die Frage, ob sich die Opfer zum Zeitpunkt des Blutbads in einem Klassenzimmer aufgehalten hätten, antwortet Campus-Polizeichef Wendell Finchum auf einer Pressekonferenz mit zitternder Stimme: „Ja.“

Nach der ersten Schießerei waren alle Anwesenden auf dem Campus via Internet aufgerufen worden, nicht ins Freie zu gehen und sich von den Fenstern fern zu halten. Währenddessen durchkämmten schwer bewaffnete Sicherheitskräfte den Campus, weil zunächst ein zweiter Schütze vermutet wurde.

Nach Finchums Worten wurden die Verletzten in Krankenhäuser gebracht. Mehrere von ihnen sollten sich in einem kritischen Zustand befinden. Wegen stürmischen Wetters konnten bei der Bergung der Verletzten keine Helikopter eingesetzt werden: Sie mussten in Krankenwagen transportiert werden.

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