Mexiko
Staatschef kündigt Konsequenzen nach Drogenboss-Flucht an

Im Hollywood-Styl entkam der Boss eines mexikanischen Drogenkartells aus einem Hochsicherheitsgefängnis: Staatschef Enrique Peña Nieto lässt ermitteln, um herauszufinden, ob Staatsdiener bei der Aktien verwickeln waren.
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ParisNach dem spektakulären Ausbruch des mächtigen Bosses des Sinaloa-Drogenkartells aus einem mexikanischen Gefängnis hat Staatschef Enrique Peña Nieto Konsequenzen angekündigt. Er habe tiefgehende Ermittlungen angeordnet, die die mögliche Verwicklung von Staatsdienern bei der Aktion aufdecken sollen, sagte Peña Nieto während eines Staatsbesuchs in Paris. Die Flucht von Joaquín „El Chapo“ Guzmán, der lange als meistgesuchter Drogenbaron der Welt galt, nannte er eine „Schande für den mexikanischen Staat“.

Guzmán war am Samstagabend bereits zum zweiten Mal die Flucht aus einem mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis gelungen. Diesmal entkam er nach Angaben der Behörden durch einen heimlich gegrabenen Tunnel aus der Anstalt El Altiplano in der Stadt Almoloya de Juárez im zentralgelegenen Bundesstaat Mexiko.

Die Sicherheitskräfte starteten am Sonntag eine Großfahndung nach dem erst im Februar 2014 festgenommenen Guzmán. Bereits 2001 hatte der Drogenboss die Flucht, damals versteckt auf einem Wäschewagen, aus einem Gefängnis geschafft.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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