Mindestens elf Tote
Schweres Zugunglück in China

Ein Blitzschlag hat in China zum Zusammenstoß zweier Personenzüge geführt. Einzelne Waggons stürzten über 20 Meter in die Tiefe, es gab Tote und Verletzte. Für Chinas Hochgeschwindigkeitsnetz ein schwerer Schlag.
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PekingNach einem Stromausfall durch einen Blitzschlag sind am Samstag in Ostchina zwei Züge zusammengestoßen. Mindestens elf Menschen kamen ums Leben. 89 Passagiere wurden ins Krankenhaus gebracht, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Nach dem Aufprall stürzten zwei Waggons rund 20 bis 30 Meter von einer Brücke.

In einem schweren Gewitter hatte der Blitzeinschlag die Stromversorgung des Hochgeschwindigkeitszuges D3115 lahmgelegt, wie der Fernsehsender von Hangzhou berichtete. Er sei nicht mehr zu steuern gewesen. Der Zug sei schließlich ganz langsam gefahren und praktisch zum Stillstand gekommen, als ein anderer Zug mit der Nummer D301 aufgefahren sei.

Das Unglück passierte nahe der Stadt Shuangyu in der Provinz Zhejiang. Der Hochgeschwindigkeitszug sei auf dem Weg von der Provinzhauptstadt Hangzhou nach Wenzhou gewesen. Einer der Waggons des Hochgeschwindigkeitszuges stürzte von der Brücke. Der andere hing senkrecht an der Brücke. Rettungskräfte bemühten sich, die Opfer aus den schwerbeschädigten Waggons zu bergen. Nach Medienberichten sollen die Waggons jeweils rund 100 Passagiere fassen.

Das Unglück ist ein weiterer schwerer Schlag für das Hochgeschwindigkeitsnetz in China. Das ehrgeizige Programm, das viele Milliarden verschlungen hat, war in den vergangenen Wochen schon ins Gerede gekommen. Insbesondere die gerade neu eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Peking und Shanghai machte wiederholt mit technischen Problemen und Verspätungen von sich reden.

Es gab auch Diskussionen über mögliche Sicherheitsprobleme. Viele Passagiere stiegen doch wieder auf die Flugverbindungen um.

Vergangene Woche musste sich ein Sprecher des Eisenbahnministeriums für die Probleme entschuldigen. Trotzdem gingen die Passagierzahlen zurück. Wegen der inzwischen geringeren Auslastung sollen von Montag an mindestens zwei Züge aus dem Fahrplan gestrichen werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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