Mit Jeanne wütet schon der nächste Hurrikan in der Karibik
Ivan tötet 20 Menschen in den USA

Die US-Golfküste gleicht einem Schlachtfeld. Hurrikan Ivan schwere Verwüstungen hinterlassen. Nach US-Medienangaben starben 20 Menschen. Erste Schätzungen bezifferten die Schäden auf vier bis zehn Milliarden Dollar.

HB MIAMI. US-Präsident George W. Bush rief für mehrere Bundesstaaten den Notstand aus. Ivan hatte sich nach seiner Attacke auf die US-Golfküste am Donnerstag zu einem tropischen Sturm abgeschwächt, bleibt aber weiter gefährlich. Das Hurrikan-Zentrum warnte für Freitag vor möglichen Tornados in Teilen der US-Bundesstaaten Alabama, Georgia, Tennessee, South und North Carolina.

Mit sintflutartigen Regenfällen vor allem in Alabama, aber auch in benachbarten Staaten setzte Ivan auf seinem Weg in Richtung Nordosten weite Landstriche unter Wasser, nachdem er bereits bei seinem Eintreffen in der Nacht zum Donnerstag schwere Überschwemmungen entlang der Golfküste verursacht hatte. In Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida waren am Donnerstag etwa 1,5 Million Menschen ohne Strom. „Zerstörung. Das ist die beste Beschreibung, die ich Ihnen geben kann“, sagte ein Polizeisprecher in der 60 000-Einwohner Stadt Pensacola im Nordwesten Floridas.

Insgesamt wurde Florida nach Erkenntnissen vom Donnerstag am härtesten getroffen, nachdem bereits in den vergangenen vier Wochen die Hurrikans Charlie und Frances Teile des Bundesstaats schwer verwüstet hatten. Und die Hurrikan-Saison im Atlantik ist noch längst nicht vorbei: In der Karibik wütet mit Jeanne schön der nächste Wirbelsturm. Am Mittwoch kostete er zwei Menschen in Puerto Rico das Leben.

In der Dominikanischen Republik wurden 12 000 Familien aus vom Sturm bedrohten Gebieten evakuiert. Auch die Touristenorte Punta Cana und Bavaro waren betroffen. Dort entwurzelte der Sturm Bäume und legte Stromleitungen lahm. Todesopfer gab es den Behörden zufolge aber nicht. Mindestens acht Menschen seien verletzt worden, zwei würden vermisst.

Nun bedroht Jeanne Teile der Bahamas. Bleibt der Hurrikan auf Kurs und zerfällt nicht, könnte der Sturm nach bisherigen Schätzungen voraussichtlich Anfang kommender Woche South oder North Carolina erreichen.

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