Nach Flutkatastrophe
Bangkok will Milliarden in Wiederaufbau pumpen

Thailand plant für die Zeit nach der Überschwemmungskatastrophe ein massives Wiederaufbauprogramm. Geld dafür soll vor allem aus Japan kommen. Das Hochwasser in Bangkok ist derweil noch längst nicht ausgestanden.
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BangkokDie Regierung von Premierministerin Yingluck Shinawatra plant das größte wirtschaftliche Aufbauprogramm in der jüngeren Geschichte des Landes. 100 Milliarden Thai Baht sollen erst in den Wiederaufbau von Industriegebieten investiert werden, die von den Fluten der vergangenen Wochen zerstört worden waren. In vielen der Anlagen im Norden und Westen von Bangkok befinden sich Produktionsstätten internationaler Unternehmen.

Die im Gebiet um Ayutthaya angesiedelte Computer-Festplattenproduktion kam vergangene Woche wegen weitflächiger Überschwemmungen praktisch zum Stillstand. Inzwischen sind 140 Spezial-Wasserpumpen importiert worden. Diese würden in den besonders von der Überflutung betroffenen Industriegebieten eingesetzt, so die Regierung.

Auch die Automobilindustrie, ein Standbein der thailändischen Wirtschaft, wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Fertigungsstätten von Unternehmen wie Toyota, Nissan, Mazda und Isuzu rund um den Globus leiden wegen der Schließung der thailändischen Zubehörfabriken unter Produktionsausfällen. Der thailändische Arm von Honda appellierte an die Regierung, den Import von Bestandteilen und Neuwagen zollfrei zu machen, um die Engpässe zu reduzieren.

Weitere 800 Milliarden Baht will die Regierung in Maßnahmen investieren, die eine Wiederholung der Überflutungskrise reduzieren sollen. Verschiedene Modelle zur Wasser- und Flutkontrolle würden derzeit geprüft. Wie genau Bangkok die Mittel für das ambitiöse Programm aufbringen will, war zu Wochenbeginn nicht klar. Zumindest teilweise finanziert werden sollen die Pläne mit Spendengeldern von Ländern, die Thailand in den letzten Tagen ihre Unterstützung zugesagt haben. Besonders Japan, das wichtigste einzelne Investorenland in Thailand, pumpt Millionen in den Aufbau, um eine möglichst rasche Wiederaufnahme der industriellen Produktion zu ermöglichen.

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