Nach Höhlenrettung
Höhlenforscher Westhauser am Auge operiert

Der Höhlenforscher Johann Westhauser wird weiter behandelt, ist aber auf dem Weg der Genesung. Helfer denken inzwischen darüber nach, wie sie die Höhle aufräumen und das zurückgebliebene Rettungswerkzeug bergen können.
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MurnauDer gerettete Höhlenforscher Johann Westhauser ist auf dem Weg der Genesung. Ärzte der Unfallklinik Murnau (Oberbayern) haben den 52-Jährigen am Montag an der Augenhöhle operiert. Wie die Klinik bereits am Wochenende berichtete, könne Westhauser die Intensivstation voraussichtlich bald verlassen. Der Forscher hatte am Pfingstsonntag bei einem Steinschlag in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden in 1000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Dabei wurde auch die Augenhöhle in Mitleidenschaft gezogen. In einer beispiellosen Aktion war der Höhlenforscher am vergangenen Donnerstag aus Deutschlands tiefster Höhle geholt worden.

Während Westhauser weiterhin behandelt wird, überlegen die Helfer, wie sie die Riesending-Schachthöhle nach der Rettung aufräumen können. Schwere Haken und Hunderte Meter Seil müssen nach oben geschafft werden - das könnte Wochen oder sogar Monate dauern.

„Wir werden gemeinsam beratschlagen, wie man damit umgeht“, sagte Bergwacht-Sprecher Roland Ampenberger am Montag. „Momentan ist hier kein unmittelbarer Handlungsdruck.“

Der Eingang der Höhle ist nicht mehr zugänglich. „Die Höhle ist polizeilich abgesperrt, und die Absperrung wird auch überwacht“, sagte Frank Konrad, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. „Zeitnah wird der Höhleneingang auch baulich abgesperrt.“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte angekündigt, der Eingang solle zum Schutz vor einem gefährlichen Tourismus Neugieriger ganz verschlossen werden. Technisch sei das einfach und rechtlich angesichts der extremen Gefahren auch geboten, hatte Herrmann nach der Rettung in Berchtesgaden gesagt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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