Nachterstedt
Experten betreten Erdrutsch-Häuser

Die Bewohner der durch einen Erdrutsch beschädigten Häuser in Nachterstedt dürfen nicht mehr in ihre Wohnungen zurück. Stattdessen werden Spezialkräfte die stark Einsturz gefährdeten Häuser betreten. Ein Termin für die Begehung ist bereits geplant.
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HB NACHTERSTEDT. Drei Monate nach dem Erdrutsch sollen die 42 früheren Bewohner der abgerutschten Häuser die Möglichkeit haben, letzte persönliche Gegenstände von ideellem Wert aus ihren zerstörten Wohnungen zu bekommen. Die Häuser werden jedoch ausschließlich von Experten, unter anderem von der Bergrettung, betreten, da dort ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko besteht. Das geht aus einem Gutachten über die Situation an der Unglücksstelle hervor, das die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft erstellt hat.

Am 18. Juli hatte ein Erdrutsch in dem ehemaligen Bergbaugebiet zwei Häuser mehr als 100 Meter in die Tiefe gerissen und drei Menschen begraben. Eine Anhöhe brach weg und stürzte in den Concordiasee. Ursache war nach Angaben der Experten ein leichtes Erdbeben.

Die Begehung der stark beschädigten Häuser ist nach bisherigem Stand für den kommenden Samstag geplant. Jedoch wollten nur wenige der früheren Bewohner das Angebot nutzen, hieß es auf der Versammlung, bei der die Betroffenen informiert wurden. Die meisten haben bereits einen Schlussstrich gezogen, nachdem sie zwei Tage nach dem Unglück noch einmal für eine halbe Stunde in ihre Häuser durften.

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