Naturkatastrophe
Dutzende Tote bei Erdbeben auf den Philippinen

Etliche Menschen sind bei einem Erdbeben der Stärke 7,2 auf den Philippinen getötet worden. Etliche Menschen flüchteten in Panik vor der Naturkatastrophe, Gebäude und Brücken brachen zusammen.
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ManilaBei einem starken Erdbeben auf den Philippinen sind am Dienstag Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Nachrichtenagentur AP berichtet von mindestens 85 Todesopfern. Dies habe die Polizei mitgeteilt. Andere Agenturen schreiben von einer niedrigeren Zahl, gehen aber auch mindestens von 20 Toten aus. Zudem gab es zahlreiche Verletzte. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,2 am Morgen (Ortszeit) lag in 56 Kilometern Tiefe bei der Stadt Carmen auf der Insel Bohol.

Auf Bohol brachen Gebäude und Brücken in sich zusammen, Straßen zeigten Risse. Auch von der dichter besiedelten Nachbarinsel Cebu wurden umfangreiche Schäden gemeldet. In der Provinzhauptstadt Cebu stürzte im Hafen ein Gebäude ein, auch brach das Dach eines Marktes im Ort Mandaue zusammen.

Menschen rannten in Panik aus ihren Häusern. Aus Angst vor einem Tsunami flüchteten viele in höhergelegene Regionen, doch die befürchtete Flutwelle blieb aus. Mehrere Nachbeben erschütterten die Region. Wegen eines Feiertags waren am Dienstag Schulen und andere öffentliche Gebäude geschlossen.

Vilma Yorong, eine Regierungsangestellte in Bohol, sagte der Nachrichtenagentur Associated Press am Telefon, sie habe sich gerade in der Gemeinschaftshaus der Stadt Maribojoc befunden, als die Erdstöße einsetzten. „Die Lichter gingen plötzlich aus und wir fühlten das Beben“, sagte sie und fügte hinzu: „Wir rannten aus dem Gebäude und klammerten uns an den Bäumen fest, weil die Erschütterungen so stark waren.“

Erdbeben kommen in der Gegend häufig vor, die Philippinen liegen auf dem seismisch aktiven Pazifischen Feuerring. Die Inselprovinz Cebu liegt rund 570 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, und hat mehr als 2,6 Millionen Einwohner, das benachbarte Bohol 1,2 Millionen Einwohner. Die Region ist wegen ihrer Strände und Badeorte auch bei Touristen sehr beliebt.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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