Neue Ausbrüche
China startet Kampagne gegen Vogelgrippe

Erneut sind neue Fälle des gefährlichen H5-Vogelgrippevirus gemeldet worden. In Rumänien wurde ein Dorf unter Quarantäne gestellt. Die Chinesen startet nun eine Informationskampagne unter ihren Bürgern, um die Ausbrüche unter Kontrolle zu bekommen.

HB PEKING/BUKAREST. Ein Sprecher des Gesundheitsministerium versicherte am Freitag, China berichte der WHO regelmäßig über Fälle von Vogelgrippe und habe die Informationen auch sofort an die Öffentlichkeit weitergegeben. Vorwürfe, dass das Land möglicherweise Informationen über eine größere Zahl von Erkrankten zurückhalte, entbehrten jeder Grundlage, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua den Sprecher.

Chinesische Landwirtschafts- und Gesundheitsbehörden haben inzwischen zusammen mit dem Fernsehen eine Informationskampagne gestartet und Anzeigen in Zeitungen geschaltet. Darin wird zu Vorsicht und gründlicher Hygiene bei der Haltung und Schlachtung von Geflügel aufgefordert.

Am Samstag hat die chinesische Regierung einen weiteren Ausbruch der Vogelgrippe bestätigt. Nach Angaben des Landwirtschaftsministerium wurde der auch für Menschen gefährliche H5N1-Erreger bei verendetem Geflügel in der Inneren Mongolei festgestellt. Es handelt sich um den 23. Ausbruch der Geflügelseuche in China seit Oktober. Zudem erkrankten drei Menschen an der Vogelgrippe. Zwei Bäuerinnen starben.

Experten bestätigten das H5N1-Virus, nachdem 246 Vögel nahe der mongolischen Stadt Zalantun verendet waren, erklärte das Ministerium. Daraufhin seien auf Geflügelfarmen rund drei Kilometer um das betroffenen Gebiet mehr als 16 000 Vögel vernichtet worden. Spezialisten der Welt Gesundheitsorganisation (WHO) wollen in der kommenden Woche in die Provinz Anhui reisen, wo zwei Frauen nach dem Kontakt mit infiziertem Geflügel starben.

Auch im südostrumänischen Dorf Scarlatesti ist das Vogelgrippevirus H5 bei einem verendeten Truthahn nachgewiesen worden. Wie das Landwirtschaftsministerium am späten Samstagnachmittag mitteilte, ist das etwa 400 Haushalte zählende Dorf sofort unter Quarantäne gestellt worden. Am Sonntag wollen die Behörden mit der Notschlachtung der rund 15 000 Nutzvögel beginnen, meldete die Nachrichtenagentur Mediafax. Eine Bestätigung für den auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Subtypus H5N1 lag zunächst nicht vor.

In Rumänien hat es seit Anfang Oktober drei bestätigte H5N1- Infektionsherde in den Donaudelta-Dörfern Ceamurlia, Maliuc und Caraorman gegeben.

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