New York
Wind drückte Flugzeug in Hochhäuser

Für den tödlichen Flugzeugunfall, bei dem ein New Yorker Baseball-Profi am 11. Oktober in ein Hochhaus geflogen war, soll leichter Wind verantwortlich gewesen sein.

HB NEW YORK. Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen wollte der 34-jährige Cory Lidle über dem Fluss wenden. Dabei drückte ihn der Wind rund 120 Meter in Richtung der nahe gelegenen Hochhäuser, teilte die Flugsicherheitsbehörde NTSB in Washington mit. Für eine erfolgreiche Wende wäre dann ein so scharfer Winkel notwendig gewesen, dass Absturzgefahr bestanden hätte.

Die einmotorige Kleinmaschine war stattdessen gegen einen Wolkenkratzer in Manhattan gerast. Das Flugzeug prallte in Höhe des 30. Stockwerks auf, stürzte zu Boden und ging in Flammen auf. Die beiden Insassen, der Baseball-Profi und sein Fluglehrer, kamen dabei ums Leben. Durch die Wucht des Aufpralls hatte sich zuvor der Motor von der Maschine gelöst und war durch ein Wohnungsfenster im 30. Stock gekracht. Die Bewohner blieben unverletzt.

Wie die Flugsicherheitsbehörde weiter berichtete, war die Sicht am Unglückstag gut. Propeller und Motor hätten normal funktioniert. Die Polizei befragte mehr als 50 Zeugen zum Unfall, elf davon hatten die Maschine gesehen, ehe sie gegen das Hochhaus krachte. Das Unglück - gut fünf Jahre nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center vom 11. September 2001 - hatte in New York traumatische Erinnerungen geweckt.

Die Vorschriften für die Sicherheitsabstände wurden inzwischen verschärft. Flugzeuge dürfen vorerst nur noch dann entlang der Skyline über den East River fliegen, wenn sie dafür eine offizielle Erlaubnis haben und im ständigen Kontakt mit dem Tower stehen. Bis dahin durften Hobbyflieger in New York zu jeder Zeit unterhalb von 330 Meter über den East River an Manhattan vorbeifliegen. Der Luftraum darüber war für Hubschrauber und Jets reserviert.

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