Notstand an der US-Ostküste
Hurrikan steuert auf New York zu

Hurrikan „Irene“ zieht über die Bahamas und hinterlässt Verwüstung. Die Reise geht weiter in Richtung US-Ostküste. Fünf Bundesstaaten verhängen den Notstand. In New York werden Evakuierungspläne geschmiedet.
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Washington/New York US-Präsident Barack Obama hat für North Carolina den Notstand verhängt. Hurrikan „Irene“ wird voraussichtlich am Samstag an der Südostküste eintreffen und dann auch über Washington und New York hinwegziehen. Dennoch will Obama seinen Urlaub auf der Atlantikinsel Martha's Vineyard nicht abbrechen.Seinen zweitletzten vollen Urlaubstag verbrachte er mit seiner Frau Michelle und seinen Töchtern Malia und Sasha an einem Privatstrand. Am Samstagvormittag wird die Familie in Washington zurückerwartet. Der Hurrikan nimmt vor der Ostküste an Stärke zu.

Bis zu 65 Millionen Menschen könnten von dem Wirbelsturm betroffen sein.Die amerikanische Ostküste bereitet sich auf den Hurrikan „Irene“ vor. Unter dem Eindruck des herannahenden Hurrikans „Irene“ ist in New York der Notstand verhängt worden. Dadurch könne die Metropole an der Ostküste schneller Kreisen und Städten helfen sowie Unterstützung des Bundes zügiger erhalten, begründete Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag den Schritt. Der Wirbelsturm könnte die Stadt am Wochenende treffen. Bürgermeister Michael Bloomberg erwägt bereits Evakuierungen. Möglicherweise müssten Bewohner aus niedrig gelegen Stadtgebieten in Sicherheit gebracht werden, sagte er.

Die städtischen Busse, U- und S-Bahnen müssen nach Einschätzung der Betreibergesellschaft möglicherweise ganz oder teilweise geschlossen werden. Schwere Regenfälle reichen aus, um Teile der U-Bahn zu überfluten. Der öffentliche Nahverkehr in New York transportiert täglich rund acht Millionen Menschen und ist der größte der USA.

Reisenden in den USA steht wegen des Hurrikans ein chaotisches Wochenende bevor. Amerikanische Fluggesellschaften haben bereits am Donnerstag mehr als 100 Flüge gestrichen. Erste Flugzeuge wurden vor den Wirbelsturm in Sicherheit gebracht. Am Wochenende dürften weitere hunderte Flüge gestrichen werden.

Der Flug-Tracker FlightAware geht davon aus, dass ab Freitagnachmittag mehr und mehr Flugzeuge am Boden bleiben müssen. Auch der Bahnverkehr ist betroffen: Die US-Eisenbahngesellschaft Amtrak will die meisten Züge südlich von Washington in den kommenden drei Tagen streichen.

Nach Verwüstungen auf den Bahamas setzt „Irene“ den Weg in Richtung US-Ostküste fort. „Irene“ dürfte die amerikanische Südostküste am Samstag erreichen und auch über die Verkehrsknotenpunkte Washington und New York hinwegziehen.Fünf Bundesstaaten - North Carolina, Virginia, Maryland, New York und New Jersey - verhängten bereits vorbeugend den Notstand in einigen Regionen, um schnell eingreifen zu können.

US-Kriegsschiffe verließen den Hafen Norfolk (Virginia), um sich auf hoher See in Sicherheit zu bringen. Während der Hurrikan nach bisherigen Vorhersagen an dem Urlauberstaat Florida sowie an Georgia und South Carolina vorbeiziehen soll, könnte er am Wochenende in North Carolina auf Land treffen, wie das US-Hurrikanzentrum in Miami berichtete. Neben New York und Long Island wird in weiten Teilen Neuenglands mit heftigen Regenfällen und hohen Windgeschwindigkeiten gerechnet. Auch Boston könnte betroffen sein.

„Irene“ war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde über den Südosten der Bahamas gezogen. Er hatte sich am vergangenen Wochenende in der Ostkaribik gebildet und vor allem Puerto Rico und die Dominikanische Republik heimgesucht.Meteorologen rechnen damit, dass der Hurrikan über dem offenen Meer noch stärker wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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