Piraten
„Kreuzfahrten im Piratengebiet hochriskant“

Die Bundesregierung hat dringend von Kreuzfahrten im Piratengebiet vor Somalia abgeraten. Ein Schutz für Urlaubsschiffe könne nicht gewährleistet werden, betonte das Verteidigungsministerium am Freitag in Berlin.

HB BERLIN. „Es bleibt dabei: Das Seegebiet ist gefährlich“, sagte Sprecher Thomas Raabe. „Unser Appell ist, dieses Seegebiet zu meiden.“

Verteidigungsminister Franz Josef Jung empörte sich nicht nur über die Vergnügungsreisen, sondern auch darüber, dass im Piratengebiet am Horn von Afrika immer noch Segelregatten starteten. Dies sei „hochriskant und fahrlässig“, sagte der CDU-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er forderte die betreffenden Reeder, Touristikunternehmen und Sportveranstalter dringend zu mehr Verantwortungsbewusstsein auf.

Es sei unverantwortlich, Warnungen der Bundesregierung in den Wind zu schlagen, sagte Jung. „Die Piraten schlagen dann zu, wenn Schiffe unangemeldet das Horn von Afrika passieren.“ Die deutsche Marine und die ihrer Verbündeten haben laut Jung 150 angemeldete Handelsschiffe sicher geleitet.

Sein Sprecher Raabe erinnerte an die Aufgabe der Anti-Piraten-Mission Atalanta, vor allem die Hilfstransporte des Welternährungsprogramms sicher zu geleiten. Kreuzfahrtschiffe könnten zwar Fahrten anmelden. Wenn ein Marineschiff in der Nähe sei, sei nicht auszuschließen, dass damit auch die Fahrt des Vergnügungsschiffes sicherer werde. „Aber wir können nicht versprechen, dass wir das Schiff schützen können“, sagte Raabe.

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