Piratenangriff
Italienisches Schiff vor Somalia verschwunden

Mehr als 600 Meilen vor der somalischen Küste ist ein italienischer Frachter von Bewaffneten angegriffen worden. Seit dem Montagmorgen gibt es keinen Kontakt mehr zu dem Schiff.
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RomBewaffnete Piraten haben ein italienisches Schiff mit 23 Mann an Bord vor der Küste Somalias angegriffen und möglicherweise gekapert. Sicherheitskreise in Rom bestätigten am Montag den Angriff auf das mit Eisenschrott beladene Schiff „Montecristo“ der in Livorno ansässigen Reederei Alesio Group. Unter der Besatzung sollen neben Indern und Ukrainern sieben Italiener sein, wie italienische Medien berichteten.

Wie die Reederei der„Montecristo“ am Montag mitteilte, schaltete die Besatzung am Morgen in 620 Meilen Entfernung von der somalischen Küste ihr Alarmsystem an. Der Kapitän habe übermittelt, dass der Frachter von fünf Bewaffneten angegriffen werde, hieß es in der Mitteilung, die am Firmensitz des D'Alesio-Konzerns in Livorno verbreitet wurde. Die Reederei hatte demnach seit mehr als zehn Stunden keine Nachricht von dem Schiff erhalten.
Das Außenministerium in Rom will über seine Kanäle an Informationen über den Verbleib des Schiffes kommen. Die „Montecristo“ sei im Golf von Aden wegen der Gefahren durch Piraten noch von einem japanischen Schiff eskortiert worden, heißt es. Der Überfall habe sich sofort nach dem Ende des Geleitschutzes ereignet.

Die Gewässer am Horn von Afrika gelten als äußerst gefährlich. Immer wieder überfallen Piraten Handelsschiffe und Privat-Yachten. Die Vereinten Nationen registrierten allein in der ersten Jahreshälfte 171 Angriffe. Mit der Marine-Mission «Atalanta» versucht die Europäische Union die Piraterie einzudämmen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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