Polizei geht von Unfall aus
Mann bei Explosion in Munitionsfabrik getötet

Bei einer Explosion in einer Munitionsentsorgungsanlage im brandenburgischen Pinnow ist am Donnerstag ein Mensch getötet worden.

HB PINNOW. Ein weiterer Mitarbeiter der Nammo Buck GmbH wurde nach Angaben der Polizei mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht. Die Höhe des Gesamtschadens und die näheren Umstände des Unglücks waren am Abend noch nicht bekannt.

Die Polizei geht von einem Unfall aus. Es gebe keinerlei Hinweise, die Ermittlungen in eine andere Richtung erforderten. Firmensprecher Franz-Lorenz Lill sagte, zu dem Unglück sei es um 17.40 Uhr gekommen. „Unser Mitarbeiter war sofort tot.“ Er habe in einem speziellen Container Munition zur Entsorgung in einer Vakuumsprengkammer vorbereitet. „Bestimmte Munition kann nur so unschädlich gemacht werden“, erläuterte Lill.

Das Verfahren, bei dem die Munition zu Zwei-Kilogramm-Paketen zusammengestellt und mit einer Sprengladung versehen wird, werde seit mehr als zehn Jahren angewendet. Bei den Tausenden von Sprengungen kam es laut Lill noch nie zu einem Unfall. Umso unerklärlicher sei das jetzt Geschehene.

Vor fünf Jahren hatte die skandinavische Nammo AS (Nordic Ammunition Company) den Bereich Munitionsentsorgung der in Gesamtvollstreckung gegangenen Buck Inpar GmbH übernommen. Dem Konzern gehörten seinerzeit wehrtechnische Unternehmen aus Norwegen, Schweden und Finnland an. Von 1991 bis 1999 waren in Pinnow bereits rund 110 000 Tonnen Munition unschädlich gemacht worden.

1993 kam es dort zu einem Raketenbrand, bei dem sieben Menschen Verletzungen erlitten. Bei der Demontage einer sechs Meter langen Boden-Luft-Rakete war die bereits herausgezogene 180 Kilogramm schwere Treibstoffstange auf den Boden gefallen und hatte sich entzündet.

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