Polizei vermutet Unfall als Ursache
Tanklager-Explosionen erschüttern London

Eine Serie gewaltiger Explosionen hat am Sonntagmorgen eines der größten Tanklager Großbritanniens erschüttert und den Norden Londons in ein flammendes Inferno verwandelt. Anwohner in Hemel Hempstead nördlich der britischen Hauptstadt berichteten von einem „großen Knall“ gegen 6 Uhr Ortszeit. Die Detonation war so stark, dass sie in weiten Teilen Londons und Südostenglands zu spüren war.

HB LONDON. Ein Feuerwehrsprecher sagte, mindestens zwölf Einsatzmannschaften seien zum Öldepot Buncefield entsandt worden. Nach Polizeiangaben wurden bei dem Unglück insgesamt 36 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Sie wurden in nahe gelegenen Krankenhäusern behandelt. Tote gab es danach offenbar nicht. Die Gegend um das Tanklager wurde evakuiert. Die Polizei in Herfortshire erklärte, bislang deute alles auf einen Unfall hin. Anwohner hatten vom Geräusch eines Flugzeugs kurz vor der ersten Detonation berichtet. Laut Polizei gibt es jedoch keine Hinweise auf die Verwicklung eines Flugzeugs in die Explosion.

Augenzeugen zufolge waren gegen 6.20 Uhr zwei weitere, kleinere Explosionen zu hören. „Es gab einen lauten Knall, und das ganze Haus erzitterte“, sagte ein Augenzeuge der BBC. Fensterscheiben gingen zu Bruch. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, meterhohen Flammen und Rauchwolken, die den Himmel verdunkelten. Einer von ihnen, Mike Carlish, sagte, er sei durch einen „blendenden weißen Blitz“ aufgeweckt worden. Die Erschütterung sei so stark gewesen, dass Putz von seiner Decke gefallen sei. Sein Haus liege weniger als vier Kilometer von dem Lager entfernt, sagte Carlish. „Der Rauch steigt mehr als 200 Fuß (etwa 60 Meter) in den Himmel.“ , Ein anderer Augenzeuge berichtete: „Der Himmel ist hell erleuchtet, überall ist Rauch.“ Das Lager, das den Flughafen Luton versorgt, wird von mehreren großen Ölgesellschaften genutzt.

Häuser in der Umgebung wurden nach Angaben von Anwohnern beschädigt, das Ramada-Hotel wurde evakuiert. Zwei Gäste hätten leichte Verletzungen erlitten, sagte ein Hotelsprecher. Hemel Hempstead liegt rund 15 Kilometer vom Flughafen Luton entfernt. Der Betrieb auf dem Flughafen ging weiter, die in der Nähe des Explosionsorts verlaufenden Autobahnen M1 und M10 und zahlreiche weitere Straßen in der Umgebung wurden jedoch gesperrt.

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