Pop-Ikone drohen mehr als 20 Jahre Haft
Jackson-Jury wird sich nicht einig

Im Missbrauchsprozess gegen den US-Popstar Michael Jackson haben die Geschworenen auch am fünften Beratungstag kein Urteil gefällt.

HB SANTA MARIA. Die acht Frauen und vier Männer in der Jury waren am Donnerstag wie erwartet nur für etwa zweieinhalb Stunden zusammengekommen, da mindestens ein Mitglied an Schulabschluss-Feiern teilnehmen wollte. Insgesamt haben die Geschworenen bislang etwa 23 Stunden über das Urteil beratschlagt.

Nur Stunden vor der Sitzung der Jury war Jackson aus dem Santa Ynez Valley Cottage-Krankenhaus zurückgekehrt, wo er sich seiner Sprecherin zufolge einer Routinebehandlung wegen seiner Rückenbeschwerden unterzogen hatte. Jackson war zuletzt am Sonntag in der Klinik gewesen. Während des seit vier Monaten andauernden Prozesses wirkte der 46-Jährige wiederholt geschwächt.

Die Staatsanwaltschaft wirft Jackson in insgesamt zehn Anklagepunkten vor, im Jahr 2003 einen damals 13-jährigen Jungen mit Alkohol gefügig gemacht und sexuell missbraucht zu haben. Zudem soll er daran beteiligt gewesen sein, das Kind gegen seinen Willen auf seiner Neverland-Ranch festgehalten zu haben.

Jackson hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Jury muss nun in jedem einzelnen Anklagepunkt über schuldig oder nicht-schuldig entscheiden. Sollte Jackson in allen Punkten schuldig gesprochen werden, drohen ihm mehr als 20 Jahre Haft.

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