Protest gegen Ölbohrungen
Greenpeace-Aktivisten ketten sich an Eisbrecher

Greenpeace-Aktivisten haben sich am Freitag an zwei Eisbrecher in Finnland gekettet. Mit der Aktion protestierte die Umweltorganisation gegen Ölbohrungen in der Arktis.
  • 0

Helsinki/BerlinAus Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis haben sich Umweltschützer am Freitag an zwei Eisbrecher in Finnland gekettet. Wie Greenpeace berichtete, waren zehn Aktivisten in Helsinki auf vom Ölkonzern Shell gecharterte Schiffe geklettert, die eine Bohrstelle vor Alaska von Eis freihalten sollen. Shell bestätigte den Vorfall auf Anfrage.

„Ein Ölunfall wie bei der Deepwater Horizon würde das einmalige und sehr empfindliche Ökosystem der Arktis zerstören“, sagte Greenpeace-Sprecher Kai Britt. Die Bohrinsel des BP-Konzerns war vor rund zwei Jahren im Golf von Mexiko explodiert und hatte die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst.

Shell hält die Ölförderung in dem Gebiet für nötig. „Bis 2050 wird sich der Energiebedarf verdoppeln, weil die Bevölkerung um schätzungsweise zwei Millionen Menschen wächst“, hieß es in einer Mitteilung des Konzerns. Alaska sei eines der vielversprechendsten Förderungsgebiete der Vereinigten Staaten. Shell plane dort daher ein viermonatiges Programm zur Suche von Öl.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Protest gegen Ölbohrungen: Greenpeace-Aktivisten ketten sich an Eisbrecher"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%