Radioaktive Stoffe im Neckar
"Bedenklicher" AKW-Zwischenfall

Aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim ist eine geringe Menge radioaktiver Stoffe bei Prüf- und Instandsetzungsarbeiten an die Umwelt gelangt und in den Neckar geflossen.

HB STUTTGART/NECKARWESTHEIM. Die Bevölkerung sei dadurch zwar nicht gefährdet gewesen, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministeriums am Montag in Stuttgart. Außerdem habe es sich nur um zwei Prozent der zulässigen rechnerischen Tagesabgabe von Radioaktivität der beiden Blöcke in den Neckar gehandelt. Es sei aber dennoch „bedenklich“, da innerhalb von zwei Jahren bereits zwei weitere derartige Ereignisse im Atomkraftwerk Philippsburg für Aufsehen gesorgt hatten.

Zudem müsse geklärt werden, warum es einen Monat gedauert habe, bis der Austritt der Radioaktivität erkannt worden sei, hieß es weiter. Der Betreiber sei zu einer „vertieften ganzheitlichen Analyse“ des Ereignisses während der Jahresrevision Ende Juli aufgefordert worden. Die Verantwortlichen wurden zu einem Gespräch mit der Aufsichtsbehörde, dem Ministerium, bestellt.

Im September 2002 sowie im vergangenen April war Radioaktivität in vergleichbarer Höhe aus Block 1 des Kraftwerks Philippsburg ausgetreten und in den Rhein gelangt.

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