Rituelles Bad in Indien
Wasserwand reißt Pilger in den Tod

Nachdem während eines rituellen Bades der Staudamm eines Kraftwerkes geöffnet worden war, starben am mindestens 52 Pilger in einem Fluss in Zentralindien. Nach Angaben der Behörden von Montag werden noch acht Personen vermisst.

HB BHOPAL. Viele Menschen suchten auch zwei Tage nach dem Unglück noch nach ihren Angehörigen. Nach Polizeiangaben hatten sich am Samstag rund 300 000 Pilger zum Bad im Narmada-Fluss im Dorf Dharaji im Bundesstaat Madhya Pradesh rund 200 Kilometer westlich von Bhopal versammelt, um sich von ihren Sünden zu reinigen. Die Betreibergesellschaft des Dammes habe die Schleusen der Anlage ohne Vorwarnung geöffnet, sagte ein Polizeisprecher. Dadurch seien badende und am Ufer schlafende Pilger von den Fluten fortgerissen worden. Schnell herbei gerufene Rettungskräfte hätten jedoch viele Pilger retten können.

Der Indira-Sagar-Staudamm ist Teil eines umstrittenen Großprojektes. Im Narmada-Tal sollen mehrere Stauseen angelegt werden, um Millionen Menschen mit Strom und Wasser zu versorgen. Umweltgruppen kritisieren jedoch die dafür notwendige Umsiedlung von rund einer Million Anwohner und machen Sicherheitsbedenken geltend.

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