Russisches Flugzeug
Flugdatenschreiber von Superjet entdeckt

Dorfbewohner haben den Flugdatenschreiber des über Indonesien abgestürzten russischen Superjet gefunden. Die Ermittler erhoffen sich von der Black Box neue Hinweise zur Unfallursache.
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JakartaDrei Wochen nach dem Absturz des neuen russischen Passagierflugzeugs "Suchoi Superjet 100" (SSJ 100) in Indonesien können Ermittler auf neue Hinweise zur Ursache des Unglücks hoffen. Dorfbewohner fanden den Flugschreiber der Maschine unter einem Geröllhaufen, wie der Chef der für Rettungseinsätze zuständigen Behörde, Daryatmo, am Donnerstag mitteilte. Der SSJ 100 war bei einem Schauflug in Indonesien mit 45 Menschen an Bord an einem Berg zerschellt.

Der Flugschreiber war den Angaben zufolge bei dem Absturz unter einer Schlammlawine begraben worden, befinde sich aber dennoch in einem guten Zustand. Neun Dorfbewohner hätten das Gerät am Mittwoch gefunden, nachdem es vom Regen teilweise freigelegt worden sei, sagte ein Vertreter des Bergungsteams. Neben dem Flugschreiber stießen die Einsatzkräfte bei der Suche auf weitere Überreste von Todesopfern und legten Flugzeugteile frei.

Bereits eine Woche nach dem Absturz wurde der Stimmenrekorder aus dem Cockpit des Flugzeugs entdeckt. Russische und indonesische Ermittler werten die beiden Geräte nun in der Hauptstadt Jakarta aus. Von den Daten erhoffen sie sich Aufschluss über die Unglücksursache.

Der für Kurz- und Mittelstrecken konzipierte Superjet ist das erste komplett neue russische Passagierflugzeug seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor 20 Jahren. Die Maschine gilt als Hoffnungsträger der russischen Luftfahrtindustrie und befand sich seit ihrem Jungfernflug 2008 auf einer Vorführtour. An Bord des am 9. Mai verunglückten Flugzeugs befanden sich zahlreiche potenzielle Käufer der Maschine.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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