Schaden für AOK Bayern allein 1,5 Millionen Euro
Millionenbetrug: Arzt macht mit Apothekern gemeinsame Sache

Mit Scheinrezepten haben ein Allgemeinarzt und zwei Apotheker aus Oberfranken und Sachsen allein die AOK Bayern um 1,5 Mill. € geschädigt.

HB COBURG. Nach Angaben der Coburger Staatsanwaltschaft hat der 61 Jahre alte Mediziner aus Ebersdorf bei Coburg Bluter-Patienten jahrelang bis zu 20fach überhöhte Dosen eines sehr teuren Medikamentes verschrieben. In Apotheken in Ebersdorf und dem sächsischen Nossen hätten die Patienten die entsprechenden Medikamente entweder gar nicht oder nur mit weit geringerer Dosis erhalten.

Trotzdem hätten die beiden 43 Jahre alten Apotheker die Rezepte bei der AOK eingereicht und in voller Höhe abgerechnet. Den auf diese Weise erschwindelten Gewinn hätten sich die Apotheker mit dem Arzt geteilt. Der Mediziner hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er sitzt in Untersuchungshaft. Die beiden Apotheker wurden ebenfalls vorläufig festgenommen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Bislang ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht geklärt, ob auch andere Krankenkassen geschädigt wurden.

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