Schanghai
Hunderttausende Chinesen fliehen vor Taifun

In der ostchinesischen Millionenstadt Schanghai sollen etwa 200 000 Menschen vor dem Taifun „Wipha“ in Sicherheit gebracht werden. Die Stadtregierung rechnet in den kommenden zwei bis drei Tagen mit einem der schwersten Stürme seit Jahren.

HB SCHANGHAI. Meteorologen erwarten, dass der Wirbelsturm bis Mittwochmorgen das chinesische Festland in der Nachbarprovinz Zhejiang erreichen wird. Von den Evakuierungen sind vor allem Bewohner in den Küstenregionen der Schanghaier Außenbezirke betroffen sowie Besitzer mobiler und baufälliger Behausungen. Meteorologen rechnen damit, dass „Wipha“ mit Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h den letzten großen Sturm „Saomai“ aus dem Jahr 2006 übertreffen wird.

Bereits am frühen Dienstagnachmittag (Ortszeit) beeinträchtigten schwere Regenfälle den Verkehr in der Wirtschaftsmetropole. Schiffe vor der Küste wurden in die Häfen zurückbeordert. In Taiwan war zuvor bereits mindestens ein Mensch durch den Taifun getötet und ein weiterer verletzt worden. Der Tropensturm war von Japan herübergezogen. Hier war ebenfalls ein Mensch ums Leben gekommen.

Schanghai ist derzeit einer der Austragungsorte für die Fußball- Weltmeisterschaften der Frauen. Wie der Weltverband Fifa am Dienstag mitteilte, können die für Mittwoch angesetzten Spiele Norwegen - Ghana (Gruppe C) sowie Brasilien - Dänemark (Gruppe D) wegen des Taifuns nicht wie geplant stattfinden und werden auf Donnerstag verlegt. Norwegen spielt gegen Ghana statt in Shanghai nun in Hangzhou (11.00 Uhr MESZ), drei Stunden später wird im Dragon-Stadion das Spiel zwischen Brasilien und Dänemark angepfiffen. Laut Fifa sollen die für den (heutigen) Dienstag geplanten Partien Nigeria - USA in Shanghai und Nordkorea - Schweden in Tianjin wie angekündigt über die Bühne gehen.

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