Schauspiel am Himmel endet gegen 21.52 Uhr
Mondfinsternis als alternatives „Fern-Sehen“

Nur noch wenige Stunden bis zu einem neuerlichen Naturschauspiel: Am 4. Mai beginnt zeitgleich mit dem Mondaufgang eine Mondfinsternis. Der Beginn des Himmel-Spekakels soll um 20.48 Uhr sein.

HB HAMBURG. Einzig ein dichtverhangender Wolkenhimmel kann die Freude noch etwas trüben: Am Dienstag bietet der Himmel mit der totalen Mondfinsternis ein besonderes Naturschauspiel. Zur besten Abend- und TV-Sendezeit beginnt das "Programm" wohl gegen Ende der Dämmerung. Nach Meinung der Experten sei dieses um 20.48 Uhr.

Der Vollmond am Südhimmel wird dann in den Kernschatten der Erde einzutauchen. Er wird dabei jedoch nicht komplett verdunkelt, sondern erscheint einige Zeit später in düsterem Rotlicht. Denn die Erdatmosphäre wirkt wie eine Linse und lenkt einen Teil des Sonnenlichts auf den Mond.

Als Zugabe im Himmelsdrehbuch leuchtet im Westen bis etwa 23 Uhr unser Nachbarplanet Venus. „Er ist nach dem Mond der hellste Punkt am Himmel“, erläutert Wolfgang Steinicke von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS).

Die Wetteraussichten sind allerdings durchwachsen. „Die besten Chancen, die Mondfinsternis zu sehen, gibt es voraussichtlich noch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und am Oberrheingraben“, sagte Michael Bauer vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Ansonsten sei es überwiegend bewölkt. Eine hundertprozentige Chance auf den Mondschein gebe es an keinem Punkt Deutschlands.

Wer dennoch einen Blick erhascht, dem erscheint der Erdtrabant besonders groß. Grund: Der Mond steht dicht über dem südlichen Horizont. Zudem ist er am Dienstag auf seiner leicht elliptischen Bahn der Erde zufällig relativ nah. Durch die sehr tiefe Stellung am Horizont und die Erdnähe wirkt er etwas mächtiger als gewöhnlich.

„Am besten stellt man sich auf einen kleinen Hügel, weil schon ein Haus stören kann“, erläutert Steinicke. „Der Mond wird nicht höher als etwa 20 Grad über den Horizont steigen. Streckt man die Arme gegen den Horizont und legt beide Fäuste übereinander, dann entsprechen sie etwa diesem Winkel.“

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