Schweinegrippe
Wissenschaftler geben noch keine Entwarnung

Die Zahl der Schweinegrippe-Patienten in Deutschland steigt weiter, doch es gibt erste Anzeichen für ein Ende der Epidemie. Wissenschaftler warnen jedoch vor verfrühter Sorglosigkeit und erwarten eine weitere Welle bei frostigem Winterwetter.
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HB BERLIN. Bei der aktuellen Schweinegrippewelle in Deutschland kann das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) noch keine Entwarnung geben. „Die Zahl der Atemwegserkrankungen - ein Marker für die Schweinegrippe - ist bundesweit weiter angestiegen“, sagte RKI- Sprecherin Susanne Glasmacher am Montag auf Anfrage. Nur in Bayern seien die Atemwegserkrankungen in den vergangenen zwei Wochen leicht gesunken, was eine Trendumkehr bedeuten könnte, sagte Glasmacher. Aber sie könnten in den kommenden Wochen auch wieder steigen, da der Winter noch bevorstehe.

Zwar seien auch die Meldedaten über im Labor nachgewiesenen Schweinegrippe-Fälle in der 47. Kalenderwoche leicht heruntergegangen. „Aber das steht unter einem sehr großen Vorbehalt, weil immer noch nennenswerte Zahlen nachgemeldet werden“, sagte die Sprecherin. „Das kann noch nicht als Trend nach unten gewertet werden.“ Zudem ginge insgesamt die Zahl der Meldungen zurück, da nach der Änderung der Meldepflicht für Erkrankungen an der Schweinegrippe weniger auf das neue H1N1-Virus getestet werde. „Wir können nicht voraussagen, wie die Schweinegrippe-Pandemie weiter verlaufen wird“, betonte Glasmacher.

Bis Montag waren in Deutschland 61 Menschen im Zusammenhang mit einer Erkrankung an der Schweinegrippe gestorben. Das RKI gehe davon aus, dass in den meisten Todesfällen das H1N1-Virus ursächlich dafür war, sagte die Sprecherin. Insgesamt seien bisher rund 150 000 bis 160 000 Menschen in Deutschland daran erkrankt.

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