Sechs Menschen erschossen
Duisburger Bluttat war Mafia-Fehde

Nur wenige Stunden nach dem brutalen Mord an sechs Italienern in Duisburg wartet die Polizei mit ersten Ermittlungsergebnissen auf: Es habe sich um eine Abrechnung unter zwei rivalisierenden Familienclans aus Süditalien gehandelt, die der regionalen Mafia-Spielart Ndrangheta angehören.

HB DUISBURG/ROM. Wie die Duisburger Polizei am Mittwoch mitteilte, gehören alle sechs Opfer der Familie Pelle-Romeo aus der Ortschaft San Luca in Kalabrien an. Aus Polizeikreisen verlautete zudem, die flüchtigen Mörder der sechs Männer seien Mitglieder des Familienclans Strangio-Nirta. Beide Familien lägen seit längerem im Streit.

Ähnlich hatte sich zuvor die italienische Polizei geäußert: „Es ist eine beispiellose Abrechnung, auch deshalb, weil sie erstmals im Ausland stattfand“, zitierte die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Mittwoch den stellvertretenden Leiter der Polizei der Stadt Reggio Calabria, Luigi De Sena. „Die Präsenz von Kalabrern in Deutschland ist sehr stark, aber bislang haben sie sich...

 
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