Selbstbewusste Bundesbürger
Jeder Zweite sieht Deutschland als Weltmacht

Die Deutschen blicken selbstbewusst in die Zukunft. Jeder zweite Bundesbürger hält sein Land für eine Weltmacht, und 46 Prozent gehen davon aus, dass das Land auch in Zukunft eine Führungsrolle in der Welt spielen kann. Damit fällt die Selbsteinschätzung der Bundesbürger allerdings deutlich positiver aus als die Bewertung durch Bürger anderer Länder.

HB GÜTERSLOH. Denn weltweit sahen bei einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung nur 30 Prozent der Befragten Deutschland in einer internationalen Führungsrolle. Für die Zukunft erwartet dies sogar nur noch ein Viertel.

Für die am Mittwoch veröffentlichte Studie wurden vom Meinungsforschungsinstitut Gallup International/TNS-Emnid weltweit 9 000 Menschen zur Rolle und Funktion der Weltmächte heute und im Jahr 2020 befragt. Die repräsentative Erhebung fand in den USA, Russland, Brasilien, China, Indien, Japan, Deutschland, Frankreich und Großbritannien statt.

Danach erwarten die Deutschen in den nächsten Jahren eine Kräfteverschiebung in der internationalen Mächtekonstellation zulasten der USA und Großbritanniens und zugunsten von China, Indien und Brasilien. Mit ihren Erwartungen über die künftige weltpolitische Lage liegen die Deutschen im weltweiten Trend. Denn insgesamt sinkt der Studie zufolge das Ansehen der USA als Weltmacht dramatisch, während China, Indien und in jüngerer Zeit auch wieder Russland an Stärke gewinnen.

Gleichzeitig wächst weltweit der Umfrage zufolge das Bewusstsein für die ökologische Bedrohung. Der Anteil derjenigen, die Klimawandel und Umweltzerstörung als globale Bedrohung wahrnehmen, ist dabei in allen befragten Ländern gestiegen, besonders stark in den USA (plus 22 Prozent), in China (plus 17 Prozent) und in Japan (plus 16 Prozent). Im Durchschnitt betrachten weltweit 54 Prozent aller Menschen heute Umweltzerstörung als wichtigste Bedrohung. Lediglich in Russland mit 31 Prozent und Indien mit 28 Prozent wird dieses Problem nur von einer Minderheit als große Bedrohung empfunden.

Auch in Deutschland steht mit 63 Prozent die Umweltzerstörung an erster Stelle. Es folgt auf Platz zwei mit 52 Prozent der internationale Terrorismus sowie Armut und Überbevölkerung mit 50 Prozent.

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