Skandal um Sklavenarbeit
Milde Strafen für chinesische Funktionäre

In der chinesischen Provinz Shanxi mussten Hunderte Arbeiter wie Sklaven schuften. Die Kommunistische Partei bestrafte jetzt die verantwortlichen Funktionäre – allerdings nicht sonderlich hart.

HB PEKING. Nach dem Skandal um Sklavenarbeit verloren 33 Funktionäre ihre Ämter in Behörden oder in der Partei. Ihnen wurde Vernachlässigung ihrer Pflichten bei der Verwaltung und der Aufsicht über Ziegeleien in der Provinz Shanxi im Norden des Landes vorgeworfen, in denen Arbeiter und sogar Kinder wie Sklaven gehalten und zur Arbeit gezwungen worden waren. Zudem erhielten 62 Funktionäre disziplinarische Verwarnungen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua am Montag. Allerdings wurden als Konsequenz nur drei Verantwortliche aus der Partei ausgeschlossen.

Nach den Enthüllungen waren in Shanxi nach offiziellen Angaben 359 Arbeiter, darunter 12 Kinder, aus Ziegeleien befreit worden. In der Nachbarprovinz Henan wurden 217 Menschen, darunter 29 Kinder, gerettet. Mehrere Verantwortliche sind schon vor Gericht gestellt worden. Der Skandal wurde aufgedeckt, als rund 400 Väter, die schon lange verzweifelt nach ihren Kindern suchen, im Internet einen Brief verbreitet hatten. Sie vermuten aber, dass die bisherigen Erkenntnisse über Freiheitsberaubung und Misshandlungen nur die „Spitze des Eisberges“ sind, da sie ihre eigenen Kinder bis heute nicht gefunden haben.

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