Spanische Königsschwester
Cristina wehrt sich gegen Korruptionsaffäre

Die Schwester des spanischen Königs geht mit einem gerichtlichen Einspruch in die Offensive. Der Ermittlungsrichter wollte Cristina gemeinsam mit ihrem Mann wegen Steuerbetrugs und Geldwäsche anklagen.
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MadridIn der Korruptionsaffäre um ihren Ehemann geht Cristina, Schwester des spanischen Königs Felipe, in die Offensive. Der „verblüffende“ Versuch des Ermittlungsrichters, sie für illegale Geschäfte ihres Mannes mit zur Verantwortung zu ziehen, habe aus Sicht ihrer Verteidiger keine rechtliche Grundlage, berichtete die Zeitung „El País“ am Donnerstag. Offenbar gehe es Richter José Castro allein darum, seine Vorwürfe „um jeden Preis“ aufrechtzuerhalten, sagte Cristinas Anwalt Miquel Roca.

Am Mittwoch hatten die Anwälte der 49 Jahre alten Prinzessin beim zuständigen Gericht in Palma de Mallorca Einspruch gegen die Entscheidung des Richters eingereicht, sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Iñaki Urdangarin (46) wegen Geldwäsche und Steuerbetrugs anzuklagen. Bei einer Verurteilung drohen ihnen und 14 weiteren Angeklagten mehrjährige Haftstrafen.

Urdangarin soll als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung staatliche Gelder in Millionenhöhe unterschlagen haben. Aus Sicht der Ermittler hat Cristina von den illegalen Geschäften gewusst und profitiert. Ob es tatsächlich zum Prozess gegen die Herzogin von Palma de Mallorca kommt, ist noch offen. Auch der Sonderstaatsanwalt für Korruptionsdelikte, Pedro Horrach, hält Cristina für unschuldig. Die letzte Entscheidung liegt nun beim Gericht in Palma.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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