Start der Olympischen Klassen
Gäbler erwischt Traumstart bei der Kieler Woche

Der dreimalige Tornado-Weltmeister Roland Gäbler aus Tinglev hat einen Traumstart in die diesjährige Kieler Woche erwischt. Am Mittwoch kam er zum Auftakt der olympischen Klassen mit Vorschoter Gunnar Struckmann (Kiel) drei Mal als Zweiter ins Ziel.

HB KIEL. „Das verwundert keinen. Nach dem schlechten Abschneiden bei der Weltmeisterschaft war Gäbler sauer und wollte einiges gutmachen“, sagte der Sportdirektor des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), Hans Sendes. „Ich traue ihm sogar den Gesamtsieg zu. Er ist ein erfahrener Segler.“ Gäbler war vor La Rochelle nur auf Platz 22 gelandet. Auch die WM-Vierten Johannes Polgar und Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof) liegen auf dem dritten Platz in aussichtsreicher Position. „Insgesamt kann ich nicht meckern“, sagte Sendes.

Der dreifache America's Cup-Sieger Russell Coutts muss dagegen in der Starboot-Klasse noch Nachhilfe-Unterricht nehmen. Zusammen mit seinem Vorschoter Beat Stegmeier aus der Schweiz begann der Neuseeländer mit einem mäßigen 13. Rang nach zwei Regatten. Dabei hatte sich der ehemalige Skipper der „Alinghi“ in den Tagen zuvor extra fern vom Trubel zum Geheimtraining auf die Flensburger Förde zurückgezogen. „Ich habe in diesen Tagen unheimlich viel übers Starbootsegeln gelernt“, sagte der 42 Jahre alte Olympiasieger im Finn, der in Kiel- Schilksee immer einen Pulk von Fotografen und Kamerateams um sich scharte.

Wegen einer hartnäckigen Erkältung musste Surferin Amelie Lux ihren Start bei der Kieler Woche absagen. Nach ihrem zweiten Platz vor vier Wochen bei der Mistral-WM hatte sich die Kielerin sogar Chancen auf einen Erfolg auf der Förde ausgerechnet. „Das ist sehr schade, zumal uns sowieso in diesem Jahr die Aushängeschilder fehlen“, sagte Pressesprecher Hermann Hell.

Vor der Olympia-Zweiten von Sydney hatte sich schon die Berlinerin Romy Kinzl wegen Prüfungsstresses von der Kieler Woche abgemeldet. So ist der Bundestrainer Diederik Bakker ohne seine Top- Surferinnen nach Kiel gereist. Ein Grund für die geringen Meldezahlen im Windsurfen ist der Wettkampf ohne das olympische Brett RS:X. Es ist bisher noch nicht lieferbar und soll frühestens im August in geringer Menge verfügbar sein. „Wir wissen ja noch nicht viel über das Brett“, sagte Bakker, der nicht glücklich ist, dass noch mit dem alten Mistral gesurft wird.

Ein Jahr der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking 2008 ginge so verloren. „Das ist ein unmöglicher Zustand“, sagt der Niederländer. Mit zwei Tagessiegen und einem insgesamt zweiten Rang unter nur 17 Windsurferinnen machte die Berlinerin Wiebke Sradnick auf sich aufmerksam.

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