Stiftung Warentest
Billige Waschmaschinen gehen schneller kaputt

Wer Kurzwaschprogramme nutzt, wäscht nicht effizient. Und wer bei der Anschaffung einer Waschmaschine sparen will, könnte schnell böse überrascht werden. Die Stiftung Warentest unterzog Waschmaschinen einem Langzeittest.
  • 1

DüsseldorfDie perfekte Waschmaschine entfernt nicht nur Schmutz und Flecken von der Wäsche. Sie tötet auch noch Keime ab, ist sparsam und verrichtet ihren Dienst zuverlässig über viele Jahre. Für drei von dreizehn Geräten ist das zu viel verlangt. Sie sind bei der Stiftung Warentest durchgefallen.

Wer heute eine Waschmaschine kauft, achtet auf das so genannte Energieeffizienzlabel. Begehrt ist vor allem die Auszeichnung „A+++“. Sie besagt, dass eine Waschmaschine im Eco-Sparprogramm besonders wenig Strom verbraucht.

Damit sie die geforderte Energieeffizienz erreichen, heizen viele moderne Maschinen das Wasser aber nicht mehr bis auf die versprochenen 60 Grad. Sogar auf weniger als 40 Grad kamen zwei Maschinen bei der Untersuchung von Stiftung Warentest.

Der Nachteil: Bei niedrigeren Waschtemperaturen werden nicht alle Keime abgetötet. Das kann für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gefährlich werden. Sie sollten deshalb ein Vollwaschmittel mit Bleiche und besser das 60-Grad-Normalprogramm verwenden.

Dies gilt auch für Wäsche von Menschen mit Pilzbefall oder nach Infekten mit Durchfall. Bettwäsche von Hausstauballergikern sollte mindestens eine Waschtemperatur von 50 Grad erreichen. Für normal verschmutzte Wäsche reichen aber 40 Grad.

Erstaunlich: Obwohl alle von den Verbraucherschützern getesteten Waschmaschinen im Energiesparmodus weniger heiß waschen als angegeben, schnitten zwölf von dreizehn Eco-Programmen bei der Waschleistung genauso gut ab wie die 60-Grad-Normalprogramme. Dabei kostete ein Eco-Waschgang im Schnitt 16 Cent weniger für Wasser und Strom.

Ein niedriger Anschaffungspreis ist aber kein Garant für sparsames Waschen. Denn drei Maschinen aus dem unteren Preissegment waren dem Alltagstest der Verbraucherschützer nicht gewachsen. Sie gaben bereits nach der Hälfte des Dauertests den Geist auf.

Seite 1:

Billige Waschmaschinen gehen schneller kaputt

Seite 2:

Kurzwaschprogramme gehen ins Geld

Kommentare zu " Stiftung Warentest: Billige Waschmaschinen gehen schneller kaputt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Der Energiesparwahn treibt schon seltsame Blüten:

    Die mechanische Belastung von 3.5 Std. Durchgeknete ist nämlich auch nicht gut für die Wäsche. Evtl. spart man ein paar wenige Cent, dafür gibt man dann viele Euro für neue Klamotten aus.

    Ökologisch ist das dann nicht, denn die Herstellung von Baumwolle ist sehr wasser- und energieintensiv.

    Aber Hauptsache man hat/ist als als Gutmensch ein A+++++++++++++++++

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%