Streit um 600 Jahre altes Zitat
Neuer Vatikan-Außenminister: Der Papst will den Dialog

Vor dem Hintergrund massiver Proteste in der muslimischen Welt wegen der Papst-Äußerungen zum Islam hat der Vatikan den „Dialog der Kulturen“ als Hauptanliegen Benedikts XVI. bezeichnet.

HB ROM. Der neue „Außenminister“ des Heiligen Stuhls, Monsignore Dominique Mamberti, sagte am Freitagabend, „der Papst hat ganz klar gesagt, dass er einen Dialog zwischen den Kulturen und Religionen will“. Benedikt habe niemals die „Werte des Islam“ in Frage stellen wollen, sagte Mamberti in der sudanesischen Hauptstadt Khartum dem staatlichen italienischen Fernsehen.

Die Äußerungen des Papstes auf seiner Bayernreise waren in vielen Städten in der muslimischen Welt auf Ablehnung und Protest gestoßen. Die islamischer Konferenzorganisation OIC, der 57 muslimisch geprägte Staaten angehören, sprach von einer „Verleumdungskampagne“ gegen den Islam und den Propheten Mohammed.

Der Papst hatte sich in Regensburg gegen den Heiligen Krieg ausgesprochen. Er berief sich auf ein über 600 Jahre altes Zitat eines byzantinischen Kaisers, in dem es heißt, Mohammed habe nur Schlechtes und Inhumanes gebracht, weil er den Glauben mit dem Schwert verbreiten lassen wollte.

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