Sturm
Emma ist noch nicht überstanden

Obwohl das Sturmtief „Emma“ etwas schwächer ausgefallen ist als zuvor erwarten geben die Feuerwehr und der Deutsche Wetterdienst noch keine Entwarnung. Vor allem in Süd- und Norddeutschland sei weiterhin mit Orkanböen zu rechnen, sagten die Meteorologen.

HB FRANKFURT. Orkantief „Emma“ ist am Samstagmorgen über Hessen hinweggefegt: Im ganzen Land waren Polizei und Feuerwehr wegen umgeknickter Bäume, abgedeckter Häuser, umgefallener Bauzäune, Stromausfällen und Verkehrsunfällen im Einsatz. Allein in Frankfurt hatten Polizei und Feuerwehr innerhalb von zwei Stunden am frühen Morgen rund 80 Einsätze, wie ein Polizeisprecher sagte. In vielen Orten kam es zu Straßensperrungen wegen umgestürzter Bäume. Nahe des osthessischen Eichenzell lagen auf einer Strecke von knapp drei Kilometern 50 Bäume quer über der Fahrbahn. „Das wird den ganzen Tag dauern, bis die Straße wieder frei ist“, sagte ein Polizeisprecher.

Am Frankfurter Flughafen fielen zahlreiche Flüge aus. Züge hatten Verspätungen, S-Bahnen fuhren teilweise nur verkürzte Strecken. In Butzbach deckte der Sturm das Dach eines Aussiedlerheims ab und machte es unbewohnbar. Die rund 20 Menschen, die in dem Haus gelebt hatten, wurden laut Gießener Polizei in einer Turnhalle untergebracht. In Friedberg deckte „Emma“ teilweise das Dach eines Hauses ab, in dem die Rettungsleitstelle untergebracht ist. Die Hauptverkehrsstraße durch die Stadt musste in diesem Abschnitt gesperrt werden. In Osthessen kam es zudem in Petersberg und Dipperz zu kurzfristigen Stromausfällen.

Und auch weiterhin raten die Feuerwehren raten den Bürgern weiter zur Vorsicht. Zwar sei der Sturm zunächst schwächer gewesen als erwartet, Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden, erklärte der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) am Samstag in Berlin. Angesichts der weiter bestehenden Unwetterwarnungen für weite Teile Deutschlands sollten beispielsweise Wälder an diesem Wochenende keinesfalls betreten werden.

Viele Gefahrenstellen würden erst im Laufe des Tages entdeckt. Deshalb gefährdeten noch immer Bäume, abgeknickte Äste und lose Trümmerteile Fußgänger und Autofahrer. Der DFV appellierte zudem an Hausbesitzer und Unternehmen, ihre Liegenschaften nach Abflauen des Orkantiefs unverzüglich in Augenschein zu nehmen.

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