Sturm über Hispaniola
Mehr als 20 Tote durch Wirbelsturm Olga

Haiti und die Dominikanische Republik sind von dem Tropensturm Olga schwer getroffen worden. Durch starke Regenfälle und das Öffnen einer Talsperre wurden weite Landstriche überflutet. Mindestens 21 Menschen starben, Zehntausende mussten vor den Wassermassen flüchten.

HB SANTO DOMINGO. Durch den Tropensturm „Olga“ sind in der Dominikanischen Republik mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere werden vermisst, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Zehntausende mussten vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht werden. 76 Ortschaften wurden von der Außenwelt abgeschnitten.

Auch im Norden von Haiti starben zwei Menschen. Die Insel Hispaniola, die sich Haiti und die Dominikanische Republik teilen, war bereits Ende Oktober von dem Wirbelsturm „Noel“ heimgesucht worden, bei dem mehr als 100 Menschen zu Tode kamen.

Am schwersten betroffen sind die Stadt und Region Santiago rund 200 Kilometer nördlich von Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Schwere Regenfälle und das Ablassen von großen Wassermengen aus einer Talsperre hatten dazu geführt, dass der Fluss Yaque über die Ufer trat und weite Landstriche überflutete. Viele Einwohner waren auch am Donnerstag von den Wassermassen eingeschlossen und harrten auf den Dächern ihrer Häuser und auf Bäumen aus, hieß es.

Präsident Leonel Fernández sagte den Flutopfern am Mittwochabend rasche Hilfe zu. Er machte die globale Erwärmung für die Katastrophe verantwortlich und wies damit Berichte zurück, wonach das Ablassen der Wassermassen aus dem Stausee Tavera die Katastrophe mit verursacht haben könnte.

Nach Medienberichten waren bis zu 5000 Kubikmeter pro Sekunde abgelassen worden, um die Staumauern der Talsperre zu entlasten und eine größere Katastrophe zu verhindern. Auch in der Landwirtschaft entstanden große Schäden. Zahlreiche Straßen und einige Brücken wurden zerstört.

„Olga“ hatte sich am Montag im Zentrum der Karibik entwickelt und war über die Insel Hispaniola hinweggezogen. Am Donnerstag bewegte sich „Olga“ - jetzt abgeschwächt - südlich von Kuba und nördlich von Jamaika nach Westen auf die Nordspitze der mexikanischen Halbinsel Yucatán zu.

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