Suche abgebrochen
Hitzefrei für „Bruno“-Jäger

Die Profi-Bärenjäger aus Finnland haben am Dienstag die Suche nach dem Braunbären Bruno „wegen Hitze“ abgebrochen. Fünf Elchhunde und vier finnische Bärenfänger waren im Karwendelgebirge in Tirol auf der Jagd nach dem streunenden Braunbären.

HB INNSBRUCK. Braunbär Bruno ist noch einmal davon gekommen. Die Suche nach dem seit Wochen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet streunenden Tier wurde am Dienstagmittag im Karwendelgebirge zunächst abgebrochen. Für die fünf aus Skandinavien nach Tirol eingeflogenen Elchhunde sei es eindeutig zu heiß, sagte die österreichische WWF-Sprecherin Susanne Grof der dpa. Vier finnische Bärenfänger hatten die Hunde am Morgen gegen 09.00 Uhr im Karwendelgebirge in Tirol auf die Spur des aus Südtirol stammenden Jungbären gesetzt. Er sollte, wenn möglich, mit einem Narkosegewehr betäubt und dann in ein freies Wildgehege gebracht werden. Wann die Suche wieder aufgenommen wird, steht noch nicht fest.

Auf der Jagd nach dem streunenden Braunbären Bruno verfolgten die finnischen Bärenfänger bis heute Nachmittag eine neue heiße Spur in Tirol. Zwei Wanderer hätten den Bären am Montagabend gegen 22.00 Uhr unabhängig voneinander im Ahornboden im Karwendel gesehen, sagte WWF-Sprecher Jörn Ehlers am Dienstag. Weil die Suche nachts im Hochgebirge zu gefährlich sei, sei der Trupp gegen 04.30 Uhr am Dienstagmorgen aufgebrochen. Die Suchhunde hätten die Witterung aufgenommen.

Nach ersten Erkenntnissen habe Braunbär Bruno über Nacht keine weiteren Tiere gerissen. Der aus dem Trentin stammende Bär macht seit Mitte Mai das Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol unsicher und hat seither rund 20 Schafe sowie Hühner und Hasen getötet. 25 Versuche, das auch für Menschen nicht ungefährliche Tier einzufangen, scheiterten bisher. Seit dem Wochenende sind die finnischen Bärenjäger im Einsatz.

Die Bärenjäger aus Finnland seien Profis, sagte der österreichische Bärenexperte Walter Wagner. Erstmals solle hier jedoch versucht werden, den Bären mit den Hunden zu stellen, um ihn dann mit einem Narkosegewehr zu betäuben. Sollte die Betäubung gelingen, soll „Bruno“ in einer Kiste zunächst in ein bayerisches Wildgehege in Poing bei München gebracht werden. Danach werde entschieden, ob er wieder in seine Heimat ins italienische Trentino zurückgebracht wird.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%