Symbolfigur der 90er wird zum Fall für die Justiz
Erfolgsprodukt Ampelmännchen vor Gericht

15 Jahre nach der Wiedervereinigung ist der "Ampelmann" noch immer Kult in Ost und West. Längst wird die Symbolfigur als Souvenir- und Designartikel erfolgreich vermarket. Zwei Unternehmer aus Sachsen und Berlin streiten sich nun vor Gericht um die Markenrechte.

HB LEIPZIG. Einst vom Untergang bedroht, ist das Ost- Ampelmännchen längst zur Kultfigur in Ost und West geworden. 15 Jahre nach der Wiedervereinigung ist das Männchen mit Hut ein begehrter Souvenir- und Designartikel. Damit wächst seine wirtschaftliche Bedeutung - und prompt gibt es Streit. Im Kampf um die Markenrechte ist das Ampelmännchen zum Fall für die Justiz geworden. Zwei Unternehmer aus Sachsen und Berlin streiten sich um die Markenrechte. Kommenden Dienstag (7. Juni) treffen sie sich vor dem Landgericht in Leipzig.

„Wir bauen den Ampelmann professionell auf“, sagt der Berliner Designer Markus Heckhausen. Seinem Kontrahenten in Wildenfels bei Zwickau wirft er vor, davon zu profitieren. Als Geschäftsführer der Zwickauer Verkehrstechnik Roßberg GmbH sei der Ingenieur Joachim Roßberg in einem völlig anderem Metier tätig. Markenrechte beim Patentamt haben sowohl der 44-jährige Wessi als auch der 54-jährige Ossi. Der eine viele, der andere wenige.

Bislang war das kein Problem. „Wir haben anfangs sogar eine gewisse Zusammenarbeit versucht“, sagt Roßberg. „Doch dann hat er versucht, die Marke allein zu bekommen.“ Heckhausen beschreibt seine Klage als rein unternehmerischen Akt: Das Gesetz sehe eine Löschung von Markenrechten vor, wenn diese fünf Jahre lang nicht genutzt worden sind. Dies sei im vorliegenden Fall so, sagt der Designer. „Die Löschung hätte jeder beantragen können. Wir haben aufgepasst, dass wir das machen, um unser Unternehmen zu sichern“, sagt Heckhausen.

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