Täuschend ähnlich aussehende Fälschungen mit Prüfsiegel
Hunderttausende Rauchmelder möglicherweise defekt

In Deutschland sind möglicherweise mehrere hunderttausend gefälschte und funktionsuntüchtige Rauchmelder in den Handel gebracht worden.

HB DORTMUND/GIESSEN. Die Staatsanwaltschaft Gießen verdächtigt einen Importeur aus Mönchengladbach, die Plagiate in Deutschland vertrieben zu haben und ermittelt wegen Betrugs und Verstoßes gegen das Markengesetz.

Die täuschend ähnlich aussehenden Fälschungen mit Prüfsiegel wurden Anfang September in den 1600 Filialen des Discounters Aldi Süd in Süd- und Westdeutschland angeboten und sind mittlerweile zurückgerufen worden. „Möglicherweise sind sie auch in Baumärkten verkauft worden“, sagte Oberstaatsanwalt Reinhard Hübner am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ (Mittwochausgabe). „Es ist davon auszugehen, dass insgesamt einige hunderttausend Geräte in Deutschland verkauft wurden“, sagte Hübner.

Weitere Geräte seien auf dem Weg nach Deutschland, so Hübner weiter. Nach Angaben der „Ruhr Nachrichten“ liegen in einer Bremer Lagerhalle 360 000 Geräte, die für den Verkauf bei Aldi Nord bestimmt waren. In Rotterdam habe außerdem ein Schiff mit 400 000 Plagiaten tagelang im Hafen gelegen. Der weitere Verbleib sei unklar. Die Geräte trugen verschiedene Prüfsiegel wie etwa das der Stiftung Warentest oder der Zertifizierungsstelle VdS Schadenverhütung in Köln. Im Auftrag der Hongkonger Herstellerfirma der Rauchmelder- Originale untersuchte VdS stichprobenartig mehrere Plagiate. „Ein hoher Prozentsatz davon hat nicht funktioniert“, sagte Reinhard Lüttenberg, Leiter des VdS-Prüflabors.

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