„Tatort“-Kommissar
Schauspieler Klaus Höhne ist tot

Der Schauspieler und „Tatort“-Darsteller Klaus Höhne ist am Montag im Alter von 79 Jahren gestorben. Er erlag in einer Klinik in Murnau am Staffelsee überraschend einer kurzen Krankheit, wie seine Agentur in München mitteilte.

HB MÜNCHEN. Höhne wurde vor allem als „Tatort“-Kommissar Konrad bekannt. In der Rolle des Kommissars ermittelte der gebürtige Hamburger bis 1979 auf dem Bildschirm. Daneben trat er auch in Krimiserien wie „Die Männer vom K3“ und „Derrick“ auf. Einen besonderen Erfolg hatte er 1979 als Freund Cornelli in dem dreiteiligen Fernsehfilm „Ein Kapitel für sich“, den Eberhard Fechner nach dem autobiografisch geprägten Roman von Walter Kempowski drehte.

Trotz seiner zahlreichen Fernsehauftritte gehörte Höhnes besondere Liebe nach wie vor dem Theater, wo er ein breites Rollenrepertoire beherrschte und auf keinen speziellen Typ festgelegt war. So sah man ihn unter anderem als Crooks in Steinbecks „Von Mäusen und Menschen“ oder als Jachmann in der gelobten Bochumer Peter-Zadek-Inszenierung „Kleiner Mann - was nun?“ nach Hans Fallada auf der Bühne. Eine seiner letzten Theatertourneen führte Höhne mit dem anspruchsvollen Pavel-Kohout-Stück „Patt oder das Spiel der Könige“ an der Seite von Gisela Uhlen monatelang durch viele deutsche Städte.

Daneben war der Darsteller ein viel beschäftigter Synchronsprecher. So hat er unter anderem dem schrulligen belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot in 21 Agatha-Christie-Filmen die Stimme geliehen.

Seine künstlerische Laufbahn begann Höhne am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Von 1954 bis 1958 gehörte er dem Ensemble des Stadttheaters Aachen an und war danach bis 1961 Mitglied am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart. Seitdem war Höhne, der in einem kleinen oberbayerischen Ort in einem Bauernhaus lebte, freier Schauspieler.

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