Tierseuchen
H5N1-Vogelgrippe auch auf Zypern

Die Vogelgrippe kommt den EU-Staaten immer näher: Im türkischen besetzten Nordteil Zyperns ist der gefährliche Vogelgrippevirus vom Stamm H5N1 aufgetreten. Die EU-Kommission entsandte Spezialisten auf die Mittelmeerinsel.

HB NIKOSIA/BRÜSSEL. Die EU-Kommission teilte am Sonntag mit, ein Speziallabor in Weybridge bei London habe den türkischen Behörden mitgeteilt, dass in einer Geflügel-Probe die auch für Menschen gefährliche Variante des Virus festgestellt worden sei. Es gebe keinerlei Informationen über erkrankte Menschen. Wo, wann und unter welchen Umständen die Probe genommen wurde, wurde nicht bekannt. Es handele sich aber nicht um einen Zugvogel, hieß es.

Die Grenze zwischen Nordzypern und dem zur EU gehörenden Südteil der Insel sei für jegliche Transporte von lebenden Tieren und Tierprodukten geschlossen. Das schließe Geflügel und Federn mit ein. Die Kommission schickte direkt zwei Experten an Ort und Stelle. Die EU ist bereit, bei der Überwachung zu helfen, falls dieses nötig sein sollte. In Südteil der Insel müsse Geflügel bereits in Ställen gehalten werden.

In Saudi-Arabien hat das Landwirtschaftministerium 37 Jagdfalken töten lassen, nachdem bei fünf der Tiere das Vogelgrippe-Virus H5 entdeckt worden war. Fälle des für den Menschen gefährlichen Virus H5N1 sind aus Saudi-Arabien nicht bekannt. Derzeit solle mit Labortests festgestellt werden, ob diese Variante bei den Vögeln vorhanden sei, berichtete die saudiarabische Zeitung „Arab News“ am Sonntag. Die Vogelgrippe kann von Tieren auf Menschen übertragen werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht festgestellt.

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