Trajansmärkte restauriert
Rom erhält sein Schmuckstück zurück

Rom-Touristen können ein neues Ziel in ihr Programm aufnehmen: Die Trajansmärkte im Zentrum der Stadt sind wieder geöffnet. Der antike Gebäudekomplex gilt als eines der prächtigsten antiken Monumente der Stadt. Seinen Namen verdankt er allerdings einem Irrtum.

HB ROM. Eines der prächtigsten Relikte der römischen Antike ist wieder für Öffentlichkeit zugänglich. Nach zwei Jahre aufwändiger Restaurierung, in die mehr als fünf Millionen Euro flossen, können die Trajansmärkte im Zentrum der italienischen Hauptstadt ab Freitag wieder besichtigt werden. Der mehrere Stockwerke hohe Komplex mit seinem riesigen Gewölbe wurde vom Schmutz der Zeit gesäubert, erdbebensicher abgestützt und in seinen insgesamt sechs Kreuzgewölben mit Ketten und Baukalk verstärkt.

Als der monumentale Komplex mit seinen Innenhöfen und überdachten Straßen hinter dem Trajansforum um das Jahr 1930 herum wiederentdeckt wurde, galt es unter Archäologen als ein antiker Vorläufer moderner Einkaufspassagen. Daher stammte auch der Name „Trajansmärkte“. In Wahrheit war dieses Bauwerk „polyfunktional“ angelegt und beherbergte vor allem die hohe Verwaltung des Trajansforums, des letzten, größten und auch prächtigsten der Kaiserforen. Im Jahr 107 hatte der bekannte Architekt Apollodor von Damaskus im Auftrag von Kaiser Trajan den Bau des am besten erhaltenen Forums in Rom begonnen. Bauzeit: 36 Jahre.

Über die Jahrhunderte waren die Trajansmärkte wie andere römische Bauwerke auch umgebaut und anderweitig genutzt worden, dienten Betuchten als „Schloss“ und später als Kloster. Seit Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Anlage mit dem Panoramablick auf die Antike für Ausstellungen und Kulturveranstaltungen genutzt. Jetzt auch technisch auf letztem Stand, kommt wieder Leben in die Gewölbe: Künftig beherbergt das Meisterwerk der römischen Ingenieurskunst nun das Museum der Kaiserforen.

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