Tropische Hitze
Serie von Badeunfällen in Deutschland

Bei einer Serie von Badeunfällen sind seit dem Wochenende mindestens drei Erwachsene und drei Kinder ums Leben gekommen. Sie starben in der Nordsee, in Rhein und Donau sowie in zwei Freizeitbädern. Ein weiteres Kind stürzte offenbar unbeaufsichtigt in einen Tümpel und starb später.

HB FRANKFURT/MAIN. Am Montagnachmittag starb ein siebenjähriger Junge aus Velbert in einem Freibad in Wuppertal, wie die Polizei am Abend mitteilte. Der Junge war im Rahmen einer Ferienfreizeit in dem Bad gewesen und wurde leblos in einem Schwimmbecken entdeckt. Der Unfallhergang war laut Polizei zunächst unklar.

Zwei Männer starben am Wochenende im Rhein bei Duisburg: Ein 39-jähriger Oberhausener kam am Samstag bei dem Versuch ums Leben, eine Frau und ihre Tochter aus dem Fluss zu retten, wie die Wasserschutzpolizei am Montag mitteilte. Der Helfer sei untergegangen und nicht wieder aufgetaucht. Die Frau und ihr Kind konnten gerettet werden. Bereits am Freitag starb in Duisburg-Marxloh ein 35-Jähriger, der sich im Rhein abkühlen wollte. Er wurde von der Strömung erfasst und ging kurz darauf unter.

Bei einem Unfall mit einem überladenen Schlauchboot auf der Donau im Landkreis Passau ertrank vermutlich ein 50-jähriger Mann. Sein 45-jähriger Begleiter konnte sich leicht verletzt ans Ufer retten, wie das Polizeipräsidium Niederbayern am Montag mitteilte. Von dem 50-Jährigen aus Baden-Württemberg fehlte bis Montag trotz einer großangelegten Suchaktion jede Spur.

Ein vier Jahre alter Junge ertrank bei einem Badeunfall nahe Cuxhaven in der Nordsee. Der Vater des Kindes hatte mit ihm und seiner siebenjähriger Schwester am Sonntag am Strand im Landkreis Wesermarsch gespielt, wie die Polizei in Cuxhaven mitteilte. Als der Vater von einem kurzen Toilettenbesuch zurückkehrte, war der Junge verschwunden. Suchaktionen der Eltern und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG blieben ergebnislos. Am Nachmittag wurde der Junge im Wasser gefunden. Die DLRG rät dringend, Kinder nie alleine baden zu lassen.

Ein fünfjähriger Junge ertrank in einem Freizeitbad in Aulendorf bei Ravensburg. Wie die Polizei am Montag berichtete, ereignete sich der Vorfall am Samstag, als der Vater den Jungen kurz aus den Augen verloren hatte. Das Kind wurde leblos in einem Becken gefunden.

Ein knapp zweijähriger Junge starb am Sonntagabend in Heilbronn nach einem Sturz in einen Tümpel im Krankenhaus. Das 22 Monate alte Kind gehörte zu einer Großfamilie, die in einem Park ein Grillfest veranstaltete, wie die Polizei am Montag mitteilte. Nachdem der Vater seinen Sohn in dem Tümpel gefunden und ans Ufer gebracht hatte, wurde das Kind vom alarmierten Notarzt reanimiert und in die Kinderklinik gebracht. Dort starb es später. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Aufsichtspflichtverletzung.

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