Tsunami-Warnungen
Schwere Beben erschüttern Asien

In Asien haben zwei starke Erdbeben für Aufregung gesorgt. Vor der Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren im Indischen Ozean hat die Erde mit einer Stärke von 7,6 gebebt. Über Schäden ist noch nichts bekannt. Auch Japan war betroffen. Nach einem Taifun wurden in China und Taiwan zudem hunderte Menschen durch Erdrutsche verschüttet.

HB TOKIO/PEKING. Die Behörden gaben vorübergehend eine Tsunamiwarnung für Indien, Birma, Indonesien, Thailand und Bangladesch heraus. Das Erdbeben im Großraum Tokio riss eine 43-jährige Frau in den Tod. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, wie die japanische Polizei mitteilte. Alle Opfer wurden von herabstürzenden Gegenständen getroffen. Die japanischen Behörden verzeichneten rund 150 Kilometer südwestlich von Tokio Erdstöße der Stärke 6,5. Das Epizentrum das Bebens lag 20 Kilometer unter der Erdoberfläche in der Bucht von Suruga in der Präfektur Shizuoka. An der Pazifikküste des Landes wurde ein Tsunami von bis zu 60 Zentimetern verzeichnet. Die Behörden warnten angesichts vom Regen aufgeweichter Böden vor Erdrutschen und Überschwemmungen.

Das Epizentrum des Bebens vor den Andamanen lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS in einer Tiefe von 33 Kilometern, 260 Kilometer nördlich von Port Blair, der Hauptstadt des zu Indien gehörenden Unionsterritoriums Andamanen und Nikobaren. Dieses Beben forderte nach jüngsten Angaben keine Opfer. Das Tsunami-Warnzentrum der US-Wetter- und Ozeanografiebehörde warnte zunächst vor einer zerstörerischen Riesenwelle entlang der Küsten in einer Entfernung von bis zu 1000 Kilometern vom Epizentrum, hob die Warnung später jedoch wieder auf. In einer Stellungnahme der Behörde hieß es, Messungen des Meeresspiegels deuteten darauf hin, dass kein bedeutender Tsunami entstanden sei. Auch das Tsunami-Warnzentrum in Südindien erklärte, die Gefahr eines Tsunamis sei gering.

Wir sind alle so schnell wie möglich nach draußen gerannt und aus Furcht vor einem weiteren Beben nicht wieder hineingegangen“, berichtete Subhasis Paul, der auf der Insel Diglipur im Norden der Andamanen einen Laden betreibt per Telefon. Die Andamanen liegen Hunderte Kilometer östlich von Indien.

Erdstöße der Stärke 7,6 werden von der US-Erdbebenwarte UGS als größeres Beben eingestuft und können umfassende und schwere Schäden anrichten. 2004 hatte ein massives Beben im Indischen Ozean einen Tsunami ausgelöst, der rund 228 000 Menschen das Leben kostete, die meisten davon in der indonesischen Provinz Aceh an der nördlichen Spitze der Insel Sumatra.

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