Türkei
Schadenersatz nach „Burger-Folter“

Er weigerte sich, jeden Tag einen Burger als Mittagsgericht zu akzeptieren und wurde deswegen entlassen. Nun hat ein Gericht in Istanbul dem Ex-Mitarbeiter einer großen Fast-Food-Kette Schadenersatz zugesprochen.
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IstanbulIm Streit um sein tägliches Burger-Gericht hat ein Gericht in Istanbul dem Mitarbeiter einer internationalen Fast-Food-Kette Schadenersatz zugesprochen. Der Auslieferungsfahrer hatte sich geweigert, jeden Tag einen Burger als Mittagsgericht zu akzeptieren - deswegen verlor er seine Stelle, wie die türkische Zeitung „Bugün“ am Montag unter der Überschrift „Burger-Folter“ berichtete.

Das Gericht sprach dem Mann, der drei Jahre für die Kette gearbeitet hatte, demnach 5600 Türkische Lira (etwa 2350 Euro) zu.

Der Mann hatte erklärt, schon aus gesundheitlichen Gründen kein fettiges Essen zu sich nehmen zu dürfen. Es sei außerdem unfair, wenn Arbeitgeber jeden Tag das gleiche Essen anbieten. „Es ist ein Verstoß gegen Menschenrechte, Mitarbeitern jeden Tag die gleiche Mahlzeit aufzuzwingen“, sagte der Fahrer der Zeitung. „Ich hoffe, dass diese Entscheidung den zehntausenden Mitarbeitern der Fast-Food-Industrie in der Türkei hilft.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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